Blick in eine leere Regionalbahn (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

ÖPNV unter Druck

Stephan Deppen   12.05.2020 | 10:23 Uhr

Der Öffentliche Personennahverkehr gehört zu den großen Verlierern der Corona-Pandemie. Die Zahl der beförderten Gäste ist drastisch gesunken, die Einnahmen im freien Fall. Deshalb hatten die Verkehrsminister der Länder Hilfen vom Bund gefordert. Die seien dringend nötig, so die Branche, auch im Saarland.

ÖPNV braucht dringend finanzielle Hilfe
Audio [SR 3, Stephan Deppen, 12.05.2020, Länge: 03:03 Min.]
ÖPNV braucht dringend finanzielle Hilfe

Von Mitte März bis Ende April habe die Saarbahn GmbH rund 1,5 Millionen Euro weniger Einnahmen verbuchen können als geplant. Für den gesamten ÖPNV im Saarland beläuft sich der Fehlbetrag bisher auf rund 5 Millionen Euro und dieser Betrag werde bis zum Jahresende noch steigen, sagte die Geschäftsführerin des SaarVV, Elke Schmidt. Hilfe sei also nötig.

Preisnachlässe im Mai und Juni

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) spricht von fünf bis sieben Milliarden Euro bundesweit, die der Bund für den ÖPNV bereitstellen soll. Es geht aber nicht nur ums Geld, sondern auch um das Vertrauen in den ÖPNV. Abstandsgebote ließen sich auch in Bus und Bahn umsetzen, so Saarbahn-Geschäftsführer Peter Edlinger.

Alle Unternehmen investieren in zusätzliche Reinigung, Desinfizierung und Schutzausrüstung. Eine Informationskampagne soll dem Sicherheitsgedanken Nachdruck verleihen. Abo-Kunden können sich zudem über Preisnachlässe für Mai und Juni freuen.

Damit sollen Kunden zurückgewonnen werden, die in den letzten Wochen zuhause waren oder wieder aufs Auto umgestiegen waren. Ministerin Rehlinger spricht von Übereinstimmung mit Bundesverkehrsminister Scheuer in der Sache. Jetzt gelte es, für die Milliarden für den ÖPNV auch die notwendige Mehrheit zu bekommen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 12.05.2020 berichtet.

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