Verdi-Chef Frank Bsirske (Mitte) mit Matthias Kollatz (SPD), Senator für Finanzen in Berlin (Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)

Beschäftigte bekommen acht Prozent mehr

Karin Mayer / Onlinefassung: Axel Wagner   03.03.2019 | 14:51 Uhr

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder bekommen fast acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber 240 Euro. Das haben die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb mit der Tarifgemeinschaft der Länder ausgehandelt. Im Saarland ist man mit der Einigung zufrieden.

Der Tarifabschluss hat eine Laufzeit von 33 Monaten und bringt für Pflegekräfte und untere Lohngruppen deutliche Zuschläge. Verdi-Landesbezirksleiter Michael Blug sagte dem SR, es sei ein großer Erfolg, die soziale Komponente und die Zuschläge für die Pflegekräfte durchzusetzen. Mit dem Tarifabschluss sei nun garantiert, dass die Beschäftigten an der Uniklinik gleich viel verdienten wie die Pflegekräfte an kommunalen Krankenhäusern. Ewald Linn vom dbb bezeichnete den Tarifabschluss als tragfähigen Kompromiss. Damit erhielten die Landesbeschäftigten wieder Anschluss an die allgemeine Einkommensentwicklung. 

Video [aktueller bericht am Sonntag, 03.03.2019, Länge: 2:10 Min.]
Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

Der Beamtenbund fordert auch eine schnelle Übertragung auf Beamte. Linn kündigte ein Spitzengespräch mit der Landesregierung noch vor Ostern an. Ziel sei die Übernahme des Tarifergebnisses für Landes- und Kommunalbeamte. Der nordrhein-westfälische Beamtenbund-Vorsitzende Staude lobte die Tarifeinigung als guten ersten Schritt zur Verbesserung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes.

Landesangestellte sollen bis 2021 in drei Stufen acht Prozent mehr Gehalt bekommen. Jeder Tarifbeschäftigte soll dann mindestens 240 Euro im Monat mehr haben. Für Pflegekräfte wurde ein weiterer Zuschlag vereinbart.

Bis zu 500 Euro mehr

Pflegekräfte an der Uniklinik verdienen nach diesem Abschluss zwischen 400 und 500 Euro mehr im Monat. Ihnen wird zusätzlich zur Tariferhöhung ein Zuschlag von 120 Euro gezahlt. Außerdem übernehmen die Ländern die bessere Entgelttabelle der kommunalen Kliniken. 

Das Entgelt der Landesbediensteten steigt in drei Stufen, das erste Mal rückwirkend zum Januar 2019 um 3,2 Prozent mindestens aber 100 Euro. Anfang 2020 steigen die Löhne erneut um 3,2 Prozent, mindestens aber um 90 Euro, Anfang 2021 um 1,4 Prozent, mindestens aber 50 Euro. Der Abschluss gilt zunächst für die Tarifbeschäftigten. Der Beamtenbund fordert, dass er auch auf die Beamten übertragen wird. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 03.03.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen