Ein junger Mann raucht in einer Bar eine Wasserpfeife.  (Foto: dpa/Paul Zinken)

Gericht erlaubt Öffnung von Shishabars

  24.06.2020 | 15:33 Uhr

Shishabars im Saarland dürfen ab sofort wieder öffnen. Nach Ansicht des Oberverwaltungsgerichtes des Saarlandes verstößt das aktuelle Betriebsverbot gegen den allgemeinen Gleichheitssatz.

Das Gericht gab mit seiner Entscheidung einem Betreiber eines Shishacafés recht, der seine Existenz bei einer weiter andauernden Schließung gefährdet sah. Das entsprechende Verbot in der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sei vorläufig außer Vollzug gesetzt, teilte das Gericht am Mittwoch mit.

Potenziell höhere Infektionsgefahr nicht nachgewiesen

Das Betriebsverbot für Shishabars war damit begründet worden, dass die Infektionsgefahr durch Aerosole und Tröpfchen beim Rauchen von Wasserpfeifen erheblich gesteigert werde. Dafür gebe es aber keine ausreichende Erkenntnisgrundlage, urteilten die Richter.

Ebenso sei nur schwer verständlich, warum beispielsweise Saunen wieder öffnen dürften, Shishabars aber nicht. Zudem könne der Infektionsgefahr wie in anderen Bundesländern durch besondere Hygienekonzepte begegnet werden.

Pro Gast zwei Stunden täglich

Auflagen gibt es für den klagenden Shishabar-Betreiber aber dennoch: Jeder Gast darf sich täglich maximal zwei Stunden dort aufhalten, die allgemeinen Beschränkungen für Gaststätten und das Hygienekonzept müssen eingehalten werden.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja