Coronavirus-Vaccine von NOVAVAX (Foto: IMAGO / MiS)

Novavax-Impfungen ab Ende Februar im Saarland geplant

  21.01.2022 | 16:15 Uhr

Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Novavax sollen nach Plänen der Landesregierung ab Ende Februar möglich sein. Der Impfstoff basiert auf einem eher traditionellen Wirkprinzip und gilt daher als Alternative zu den mRNA- und Vektorimpfstoffen.

Das Gesundheitsministerium in Saarbrücken strebt nach eigenen Angaben an, Terminbuchungen für Impfungen mit Novavax ab dem 5. Februar über das Impfportal des Landes freizuschalten.

Der Termin ist nach Angaben des Ministeriums allerdings noch nicht endgültig, da es noch keine konkreten Angaben vom Bund gibt, wann der Impfstoff ins Saarland geliefert wird.

Offen ist demnach auch noch, wie der Bund den Impfstoff auf Impfzentren und Ärzte verteilt.

Anderes Wirkprinzip

Der Impfstoff heißt eigentlich Nuvaxovid und kommt vom Hersteller Novavax. Es ist ein Proteinimpfstoff, der Coronavirus-ähnliche Partikel mit dem "Spike-Protein" enthält. Die EU-Kommission hatte den Impfstoff am 20. Dezember vergangenen Jahres für Erwachsene in der EU zugelassen.

Nuvaxovid enthält anders als die bisher in Deutschland verfügbaren Impfstoffe keine Erbinformationen wie mRNA oder DNA - und gilt unter anderem deshalb als mögliche Alternative für bislang ungeimpfte Personen, die den Vakzinen von Biontech, Moderna oder AstraZeneca genau wegen dieser vergleichsweise neuen Technologien bislang skeptisch gegenüber standen.

Hohe Wirksamkeit bei früheren Virusvarianten

In den Zulassungsstudien mit insgesamt rund 45.000 Teilnehmern, erzielte der Impfstoff bei den damals zirkulierenden Virusvarianten eine Wirksamkeit von etwa 90 Prozent. Von ihm müssen per Zulassung zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen verabreicht werden.

Die Zulassungsstudie war allerdings beendet, bevor die Omikron-Variante in Umlauf war. Wie gut er bei dieser neuen Virusvariante wirkt, ist daher unklar. Es ist allerdings durchaus wahrscheinlich, dass die Omikron-Variante den Immunschutz ähnlich gut umgehen kann wie bei den bislang verfügbaren Präparaten.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 21.02.2022.

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