Symbolbild: IHK Saar (Foto: SR / Felix Schneider)

Mehr als 200 Anrufe bei IHK-Notrufnummer

Sarah Sassou   17.03.2020 | 21:22 Uhr

Bei der Industrie- und Handelskammer Saar gibt es nun auch eine Notrufnummer für Firmen. Dort sind am Dienstag bereits mehr als 200 Anrufe besorgter Unternehmer eingegangen.

IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen sagte, viele Anrufer fragten nach dem Vorgehen, um Kurzarbeitergeld zu beantragen. Die Situation sei für viele der rund 60.000 Mitgliedsunternehmen im Saarland existenzbedrohend. Es gehe jetzt darum, schnelle Hilfe zu gewähren, um Firmen und auch Arbeitsplätze zu sichern. Die Corona-Krise treffe das Saarland besonders hart, weil die Wirtschaft im bundesweiten Vergleich ohnehin schwächele.

Zuschüsse statt Kredite

Klingen bezweifelt aber, dass Kredite das richtige Mittel zur Hilfe sind. Kein Unternehmer könne zum jetzigen Zeitpunkt sagen, ob und wann er einen Kredit überhaupt zurückbezahlen könne. Deswegen wäre es besser, Unternehmen, die ohne Corona-Auswirkungen solvent wären, Zuschüsse zu gewähren. Diese sollten nach Unternehmensgröße gestaffelt sein.

Um aber jeden einzelnen Fall schnell bearbeiten zu können, fehlt nach Klingens Einschätzung qualifiziertes Personal in den saarländischen Ministerien. Das mache die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Saar-Wirtschaft noch schwieriger.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.03.2020 berichtet.

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