Notbetreuung an den Nikolaus-Groß-Schulen in Lebach (Foto: Oliver Buchholz/SR)

Schulbetreuung wird wenig genutzt

Julia Berdin / Onlinefassung: Axel Wagner   17.12.2020 | 19:05 Uhr

Rund 2.400 Grundschulkinder sind aktuell für das Betreuungsangebot vormittags in den Schulen angemeldet. Das sind knapp acht Prozent aller Grundschüler im Saarland. Das hat das Bildungsministerium auf SR-Anfrage mitgeteilt.

Im Nachmittagsbereich sind es demnach mit 1660 Schülerinnen und Schülern noch weniger, rund 5,5 Prozent. Das zeige, so das Ministerium, dass Eltern den Aufruf ernstnehmen, ihre Kinder wenn möglich zuhause zu betreuen.

Gewerkschaft kritisiert Kinder-Notbetreuung
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 17.12.2020, Länge: 01:42 Min.]
Gewerkschaft kritisiert Kinder-Notbetreuung

Ministerium rechnet mit Steigerung

Anhand der bisherigen Anmeldungen geht das Ministerium für den Januar von leicht steigenden Schülerzahlen in der Präsenzbetreuung aus – vormittags rund 3320 (ca. 11%), nachmittags 2480 (ca. 8,3%).

In den Kitas ist die Lage je nach Standort offenbar höchst unterschiedlich. So spricht die Landeshauptstadt Saarbrücken als kommunaler Kita-Träger etwa von Auslastungen zwischen fünf und 75 Prozent. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) befürchtet für den Januar chaotische Zustände in den Kitas und fehlende Planungssicherheit für Einrichtungen und Eltern. Sie fordert ein Konzept von der Landesregierung zum weiteren Vorgehen.

Über dieses Thema hat auch „aktuell“ vom 17.12.2020 berichtet.

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