Saarlandkarte mit geplanter Streckenführung der Nordsaarlandstraße (Foto: SR/Knöbber, Hintergrund: pixabay/Larisa-K)

Kaum Fortschritte bei Nordsaarlandstraße

Mit Informationen von Lisa Krauser / Onlinefassung: Axel Wagner   13.03.2021 | 11:36 Uhr

Die Planungen für eine Nordsaarlandstraße, eine Bundesstraße zwischen der A1 und der A8, sind im vergangenen Jahr kaum vorangekommen. Seit einer Ankündigung 2019 wurde nach Angaben der Bundesregierung weder eine versprochene Projektgruppe bei der Bundeswehr eingerichtet, noch gibt es Kostenschätzungen.

Kaum Fortschritt bei Nordsaarlandstraße
Audio [SR 3, Lisa Krauser, 13.03.2021, Länge: 00:58 Min.]
Kaum Fortschritt bei Nordsaarlandstraße

Seit Jahren wird immer wieder über den Bau einer sogenannten Nordsaarlandstraße diskutiert – eine Bundesstraße, die die A1 mit der A8 verbinden soll. Streitpunkt ist unter anderem die Tatsache, dass für eine Nordumfahrung der Truppenübungsplatz der Bundeswehrkaserne Merzig durchschnitten werden müsste. Ende 2019 hatte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer angekündigt, dass eine Projektgruppe eine Lösung erarbeiten werde. Der saarländische Bundestagsabgeordnete der Grünen, Markus Tressel, kritisiert jetzt, dass bislang wenig passiert sei.

Tressel: „Heiße Luft“

„Eine riesige PR-Blase ohne Substanz“ – mit diesen scharfen Worten kommentiert der Grünen-Abgeordnete Tressel die Ankündigung von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) aus dem Jahr 2019. Sie hatte damals eine Projektgruppe der Bundeswehr und des Landes in Aussicht gestellt, die eine Lösung dafür finden sollte, dass eine Nordsaarlandstraße den Truppenübungsplatz in Merzig durchqueren würde.

„Heiße Luft“, so die Kritik Tressels. Eine Anfrage bei der Bundesregierung habe ergeben, dass nach dieser Ankündigung wenig passiert sei. Demnach existiert bisher keine Projektgruppe. Außerdem gebe es weder Kostenschätzungen oder Untersuchungen für Umbaumaßnahmen und Ausgleichsflächen an der Kaserne.

Keine gemeinsame Erklärung

Aus der Antwort der Bundesregierung geht hervor, dass es im März 2020 ein Treffen zwischen dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, und den saarländischen Staatssekreätren Christian Seel und Jürgen Barke in der Merziger Kaserne gegeben hat. Dabei seien mögliche Trassenführungen diskutiert worden. Zu einer geplanten gemeinsamen Erklärung sei es durch coronabedingte Verzögerungen aber nicht gekommen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 13.03.2021 berichtet.

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