Ein Landwirt bringt auf einem Feld Gülle aus. (Foto: dpa)

Nitrat-Belastung im Saarland zu hoch

  01.08.2019 | 08:11 Uhr

Im Saarland werden in zwei Gebieten die gesetzlichen Grenzwerte für Nitrat im Grundwasser überschritten. Die EU-Kommission hatte von Deutschland in dieser Woche Nachbesserungen bei der Düngemittelverordnung verlangt. Bleibt die Nitrat-Belastung im Wasser zu hoch, drohen Deutschland hohe Strafzahlungen an die EU.

Nach Angaben des saarländischen Umweltministeriums werden an zwei Messstellen im Bereich Leuk und im Bereich Überherrn in Richtung Saar Werte über 50 mg/l gemessen. Deshalb seien diese Gebiete auch als "rote Gebiete" im Geoportal des Saarlandes ausgewiesen.

Die Grenzwerte werden laut Umweltministerium aber nur knapp überschritten. Man gehe deshalb davon aus, die Belastung kurzfristig verringern zu können. Zudem verweist das Ministerium ausdrücklich darauf, dass diese Grenzwertüberschreitung keine Auswirkungen auf die Trinkwasserqualität habe. Bezogen auf das gesamte Grundwasser werde der Grenzwert im Saarland zudem eingehalten.

Deutschland drohen Strafzahlungen

Die EU-Kommission verlangt von Deutschland, dass die Düngemittelverordnung innerhalb der nächsten beiden Monate nachgebessert wird. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums werden derzeit rechtliche Änderungen erarbeitet. Man gehe davon aus, die Zeitvorgabe einhalten zu können. Sollten die Vorschläge die EU nicht überzeugen, drohen Deutschland hohe Zwangsgelder.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 26.07.2019 berichtet.

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