Auf einer Verdienstbescheinigung liegen Euromünzen und Eurogeldscheine. (Foto: dpa / Arno Burgi)

Parteien diskutieren Niedriglohn-Trend

Carolyn Dylla   29.04.2019 | 19:14 Uhr

CDU und SPD im Landtag bewerten neue Zahlen zum Lohn-Niveau unterschiedlich. Am Sonntag war bekannt geworden, dass 15 Prozent der Saarländer weniger als 2.000 Euro im Monat verdienen. CDU-Vize-Fraktionschefin Heib sagte vor der Landespressekonferenz, die Höhe der Löhne sei nicht Aufgabe der Politik, sondern der Tarifpartner.

Video [aktueller bericht, 29.04.2019, Länge: 2:33 Min.]
Fraktionen zu niedrigen Löhnen

Der Koalitonspartner SPD sieht das anders. Fraktionschef Stefan Pauluhn (SPD) betonte, der Lohn müsse sich nach der geleisteten Arbeit richtigen und nicht nach den Lebenshaltungskosten. Wichtig sei die Tariftreue zu stärken und die Einhaltung des Mindestlohns zu kontrollieren, so Pauluhn.

Aus Sicht der Linken kann das Problem nur durch steigende Löhne und Gehälter gelöst werden. Das Lohn-Niveau im Saarland sei allgemein niedriger als im Bundesdurchschnitt, weshalb solche Trends hier deutlicher zu spüren seien, als in anderen Bundesländern, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jochen Flackus. Aus Sicht der AfD muss vor allem die Wirtschaft gestärkt werden, um vor allem das Lohnniveau im Saarland an das anderer Bundesländer anzugleichen.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 29.04.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen