Das Werk von Neue Halberg Guss in Saarbrücken (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

VW fordert von Prevent hohen Millionenbetrag

Karin Mayer   08.12.2018 | 13:00 Uhr

Der Streit zwischen der Prevent Gruppe und dem Autohersteller VW sorgt für Aufregung bei Neue Halberg Guss – jetzt Gusswerke Saarbrücken. Kurz nachdem der Verkauf offiziell vollzogen wurde, hat VW per Gerichtsbeschluss dafür gesorgt, dass die Kaufsumme eingefroren wird.

Karin Mayer im Interview über die NHG
Audio [SR 3, (c) SR, 08.12.2018, Länge: 03:41 Min.]
Karin Mayer im Interview über die NHG

VW fordert einen zweistelligen Millionenbetrag von Prevent. Wie eine Sprecherin dem SR mitteilte, handelt es sich dabei um eine Rückforderung für überhöhte Preise, die im Frühsommer durch Lieferstopps erzwungen wurden. Dabei habe VW zehnfache Preiserhöhungen mittragen müssen, so die Sprecherin. Das sei vertragswidrig gewesen und wegen Wucher nichtig. Dagegen gehe Volkswagen nun juristisch vor.

Die verhängten Sicherungsmaßnahmen führten dazu, dass Prevent vorerst keinen Zugriff auf den Kaufpreis habe. Das Geld könne dann auch nicht ins Ausland verschoben werden. Der Verkauf von Neue Halberg Guss werden dadurch nicht beeinträchtigt.

Neue Geschäftsführung hat bereits die Arbeit aufgenommen

In der Gießerei hat die neue Geschäftsführung nach Angaben des Investors Frank Günther am Freitagnachmittag die Arbeit aufgenommen. Dem SR sagte er, die Übertragung des Unternehmens sei unstrittig. Alle Beschäftigten hätten einen neuen Vertrag erhalten.

Nach Angaben der IG Metall Saarbrücken sorgt der Streit aber für große Unsicherheit in der Belegschaft. Patrick Selzer von der IG Metall sagte, es sei ärgerlich, dass der Streit erneut auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werde.

Über dieses Thema wurde auch in der Regiona am Mittag vom 08.12.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen