Das Werk von Neue Halberg Guss in Saarbrücken (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

NHG: Ministerium rät zu neuer Strategie

Lars Ohlinger / Karin Mayer   13.09.2018 | 19:41 Uhr

Das saarländische Wirtschaftsministerium rät im Streit um den Stellenabbau bei Neue Halberg Guss zu einem Strategiewechsel. Saarbrücken soll künftig einziger Produktionsstandort werden.

Die Geschäftsleitung von Neue Halberg Guss plant, rund eintausend Jobs zu streichen. Vor allem durch die Schließung des Werkes in Leipzig mit 700 Beschäftigten. Auch das saarländische Wirtschaftsministerium sieht nur noch für einen Standort der Neuen Halberg Guss eine Zukunft. „Den Ansatz, einen Standort zu schließen, die Produktion nach Saarbrücken zu verlagern und damit die Zukunft des Unternehmens zu sichern, halte ich unter den heute gegebenen Rahmenbedingungen für den richtigen Ansatz“, sagte Staatssekretär Jürgen Barke.

Video [aktueller bericht, 13.09.2018, Länge: 3:03 Min.]
Neue Halberg Guss – Wie geht es weiter?

Schlichtungsende nicht abgesprochen

Dass die Geschäftsleitung das vorzeitige Ende der Schlichtung bei Neue Halberg Guss verkündete, war offenbar nicht mit dem Schlichter Lothar Jordan abgesprochen. Er sei vielmehr von der Erklärung der Geschäftsführung überrascht worden, teilt er mit. Noch am Dienstagabend habe er die Geschäftsführung darüber informiert, dass der potentielle Investor sein Kaufangebot nachbessern werde. Dafür habe das Unternehmen nun eine Frist bis zum kommenden Montag gesetzt.

Nur der Schlichter könne die Gespräche für gescheitert erklären, so Lothar Jordan. Die IG Metall setzt weiter auf die Schlichtung. Das gilt vor allem, wenn Prevent Besitzer von Neue Halberg Guss bleibt.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 13.09.2018 berichtet.

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