Gastronomie im Saarland (Foto: picture alliance/dpa | Oliver Dietze)

NGG fordert mehr als Mindestlohn

Lars Ohlinger / Onlinefassung: Kasia Hummel   29.11.2021 | 19:58 Uhr

Im saarländischen Gastgewerbe gibt es nach Einschätzung der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) massive Veränderungen. Mittelständische Betriebe würden immer stärker von Finanzinvestoren verdrängt. Um gewachsene Strukturen zu erhalten, sei darum mehr als nur der Mindestlohn nötig.

Nach Ansicht der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) gibt es im saarländischen Gastgewerbe eine massive Veränderung der Branche. Demnach haben sich viele kleinere Geschäfte stark verschuldet und immer mehr Finanzinvestoren drängen in den Markt. Diese Unternehmen sehen laut Gewerkschaft Gaststätten und Gastronomie nur als Geldanlage.

Viele Beschäftigte abgewandert

Wegen Corona und sehr niedriger Branchenlöhne sind laut NGG seit März 2019 viele Fachkräfte abgewandert. So ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten nach Angaben der Arbeitsagenturen in den vergangenen zweieinhalb Jahren insgesamt um 14 Prozent auf 7000 Personen gesunken. Bei den Minijobbern habe es sogar einen Rückgang von 30 Prozent auf 7000 Menschen gegeben.  

Höhere Löhne gefordert

Die Gewerkschaft NGG fordert deshalb wie in anderen Bundesländern eine deutliche Erhöhung des Lohnes. "Das Gastgewerbe im Saarland
muss aus dem Schatten des Mindestlohns heraustreten. Wir dürfen nicht länger
als Mindestlohnbranche auftreten", so Mark Baumeister, Geschäftsführer der NGG- Region Saar.

Im Januar sollen die Tarifverhandlungen für das Gastgewerbe im Saarland beginnen.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht im SR-Fernsehen am 29.11.2021 berichtet.

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