Halbe Schweine hängen in einem Schlachthof (Foto: dpa)

NGG für Coronatests in Saar-Fleischindustrie

Kerstin Gallmeyer / Onlinefassung: Thomas Braun   26.06.2020 | 18:29 Uhr

Angesichts der massenhaften Corona-Ausbrüche in Schlachtbetrieben in NRW und Niedersachsen fordert die Gewerkschaft NGG breit angelegte Testungen in den größeren saarländischen Fleischbetrieben. Als Risiko sieht die Gewerkschaft unter anderem, dass die Werkvertragsarbeiter oft durch verschiedene Betriebe wechseln würden.

Die Werkvertragsarbeiter würden von den Subunternehmen je nach Bedarf in verschiedenen Betrieben und Bundesländern eingesetzt - mal im Saarland, aber auch in Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen, sagte der Saar-Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Mark Baumeister.

NGG: Mehrere Hundert Werkvertragsarbeiter im Saarland

Zwar sind die Saar-Betriebe deutlich kleiner als die großen Fleisch-Firmen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, aber auch so würden im Saarland aufs Jahr gesehen mehrere Hundert Werkvertragsarbeiter in der Fleischindustrie arbeiten.

Beim größten Betrieb sind laut Verbraucherschutzministerium derzeit 180 Menschen aus Ungarn und Rumänien mit Werkverträgen beschäftigt. Ihre Unterbringung in Sammelunterkünften sei exakt die gleiche wie in anderen Bundesländern, so die NGG.

Klimaanlagen checken, Mitarbeiter testen

Die Gewerkschaft fordert nun, alle Mitarbeiter zu testen - auch zu ihrem eigenen Schutz. Auch die Kälte- und Klimaanlagen in den fleischverarbeitenden Betrieben sollten darauf kontrolliert werden, ob das Virus vielleicht dort schon Eingang gefunden habe.

Über dieses Thema berichtete die SR 3 Rundschau am 26.06.2020.

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