Uniklinik Homburg (Foto: SR Fernsehen)

Landtag regelt Leitung der Uni-Klinik neu

dpa/lrs   22.08.2018 | 15:29 Uhr

Die Führungsstruktur der Uni-Klinik in Homburg wird neu geordnet. Ein entsprechendes Gesetz hat der Landtag am Mittwoch beschlossen. Künftig ist der Ärztliche Direktor des Klinikums nicht mehr automatisch der Vorsitzende des Vorstandes, der die 5000 Mitarbeiter zählende Einrichtung nach außen vertritt.

In Zukunft wird der Vorsitzende vom Aufsichtsrat bestimmt. Diesem gehören derzeit fünf Vertreter der Regierung, der Universitätspräsident, ein Beschäftigtenvertreter und drei externe Sachverständige an. Der ursprüngliche Gesetzentwurf hatte vorgesehen, dass der Vorsitzende ein Arzt sein "kann". Nach einem Änderungsvorschlag des Wissenschaftsausschusses heißt es künftig im Gesetz, dass der Vorstandsvorsitzende "eine ärztliche Ausbildung abgeschlossen haben soll".

Anpassung an "die Erfordernisse moderner Unternehmensführung"

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte, "im Regelfall" werde der Ärztliche Direktor wie bisher Vorstandsvorsitzender sein. "Es muss klar sein, dass natürlich die Krankenversorgung im Vordergrund stehen muss und dass wir hier nicht das Lied der Kommerzialisierung des Gesundheitswesens singen."

In der schriftlichen Begründung zu dem Gesetz heißt es dazu heißt es, die "Regelungen zur Leitungsebene" müssten "an die Erfordernisse moderner Unternehmensführung angepasst" werden. Es gehe darum, "den Grundsatz der Bestenauslese bei der Bestellung der Vorstandsmitglieder" zu gewährleisten.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 22.08.2018 berichtet.

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