Kaufhof Neunkirchen (Foto: Sarah Sassou / SR)

Neunkirchen kauft Kaufhof-Gebäude

  25.02.2022 | 12:37 Uhr

Neunkirchens Oberbürgermeister Jörg Aumann hat den Kaufvertrag für das Kaufhof-Gebäude am Freitag unterschrieben. Die Kosten für den Kauf belaufen sich inklusive Nebenkosten auf rund 11,3 Millionen Euro.

Das Kaufhof-Gebäude in Neunkirchen geht in die Hände der Stadt. Oberbürgermeister Jörg Aumann hat den Kaufvertrag am Freitag unterschrieben. Die Kosten für den Kauf wurden vom Innenministerium als „sanierungsbedingte Ausgaben“ anerkannt. Dabei gehe es darum, die Kosten des Kaufs mit den darüber hinaus zurückzuzahlenden Fördermittelns aus dem entsprechenden Programmbereich zu verrechnen.

„Mit dem Ankauf gewinnen wir einen ganz wichtigen Gestaltungsspielraum über den zentralsten Punkt unserer Stadt. Wir werden den bestehenden Leerstand aktiv beseitigen“, sagte Oberbürgermeister Aumann. Wie die Stadt mitteilte, ist die Bedingung der Verrechnung, dass die Fläche in Zukunft öffentlich genutzt wird.

Die Kosten belaufen sich auf 10,5 Millionen Euro, inklusive Nebenkosten auf rund 11,3 Millionen Euro.

Entscheidung es Stadtrats schon Anfang Februar

Ohne den Kauf würde die Stadt nach eigenen Angaben einen hohen Preis zahlen. Es würde in dem Fall ein langer Leerstand drohen. Das führe unter anderem zu Imageverlust und Rückschritten bei der Stadtentwicklung. Das wiederum würde sich etwa über sinkende Gewerbesteuer indirekt ebenso im Haushalt niederschlagen.

Die Entscheidung war bereits vom Stadtrat in seiner Sitzung vom 2. Februar getroffen worden.

Filiale seit 2020 geschlossen

Im Oktober 2020 hatte der Konzern Galeria Karstadt Kaufhof die Filiale in Neunkirchen endgültig geschlossen. Der Konzern hatte deutschlandweit 62 der ursprünglich insgesamt 172 Filialen geschlossen, um das finanziell angeschlagene Unternehmen zu retten.

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