Eine Prostituierte wartet auf ihrem Zimmer in einem Bordell auf Kundschaft. (Foto: picture alliance/Andreas Arnold/dpa)

Neuer Zuschnitt für Bordell-Zonen?

Barbara Spitzer   22.07.2020 | 07:19 Uhr

Nach dem Aus für die Sperrgebietsverordnungen in Saarbrücken und Neunkirchen wollen beide Städte die Zonen für Bordelle neu ausweisen. Die Bereiche sollen vor allem kleiner werden. Die Bordellbetreiber können dagegen vor Gericht ziehen.

Vor zwei Wochen hatte das Oberverwaltungsgericht in Saarlouis die bisherigen Sperrgebietsverordnungen in Saarbrücken und Neunkirchen gekippt. Zwar dürfen Bordellbetreiber ihrem Gewerbe derzeit immer noch nicht nachgehen, haben aber nun zumindest die Aussicht nach Corona wieder weitermachen zu können.

Weiterer Regulierungsbedarf

Doch nun haben Saarbrücken und Neunkirchen erklärt, sie sähen weiterhin Regulierungsbedarf. Bordelle seien nun mal keine Eiscafés und könnten deshalb nicht überall aufmachen, so der Neunkircher Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD).

Beide Städte prüfen nun für jedes Etablissement, ob im Umfeld Jugendliche oder der öffentliche Anstand etwa durch allzu anzügliche Werbung gefährdet sind. Nach diesen Kriterien sollen dann die Sperrbezirke neu zugeschnitten und damit wohl vor allem auch kleiner werden. Und auch dann können Bordellbetreiber wieder dagegen vor Gericht ziehen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.07.2020 berichtet.

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