Andeas Neumann (Die Linke) (Foto: Imago Images/Becker & Bredel)

Neumann legt Einspruch ein

Thomas Gerber   24.09.2019 | 13:50 Uhr

Der stellvertretende Landesvorsitzende der Saar-Linken, Andreas Neumann, will den gegen ihn ergangenen Strafbefehl nicht akzeptieren. Wie das Amtsgericht Saarlouis dem SR mitteilt, hat Neumanns Verteidiger heute Einspruch eingelegt. Zudem habe er Akteneinsicht beantragt, die ihm auch gewährt werden soll.

Das Gericht hatte Anfang des Monats gegen Neumann einen Strafbefehl über 90 Tagessätze à 50 Euro also insgesamt 4500 Euro erlassen. Diese Geldstrafe wurde allerdings zur Bewährung ausgesetzt, so dass Neumann lediglich 1800 Euro Geldauflage zahlen sollte. Dem Linkenpolitiker war Titelmissbrauch zur Last gelegt worden. Er soll über Jahre einen Doktortitel einer britischen Universität geführt haben, die laut Staatsanwaltschaft gar nicht existiert.

Unechte Promotionsurkunden

Mit dem jetzt eingelegten Einspruch muss es noch nicht automatisch zu einer öffentlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht Saarlouis kommen. Bis zur tatsächlichen Eröffnung des Prozesses kann Neumanns Verteidiger seinen Einspruch jederzeit zurückziehen.

Das Verfahren war nach einer SR-Anfrage beim Wissenschaftsministerium ins Rollen gekommen. Zuvor hatte es Hinweise gegeben, dass Neumann möglicherweise zu Unrecht den Titel eines „Doctor of Philosophy“ führt. Die Überprüfung des Ministeriums hatte ergeben, dass Neumann „unechte“ Promotionsurkunden vorgelegt hatte. Das Ministerium erstattete daraufhin Strafanzeige.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 24.09.2019

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