Tobias Hans während seiner Rede (Foto: SR)

Hans ruft zu gegenseitigem Resepkt auf

Uli Hauck   09.01.2019 | 22:00 Uhr

Der saarländische Ministerpräsident Hans hat sich bei Neujahrsempfang für eine zivilisierte politische Auseinandersetzung und einen respektvollen Umgang ausgesprochen. Nach der jüngsten Attacke gegen einen Bremer AfD-Politiker forderte er die Rückkehr zum sachlichen Austausch von Argumenten.

Der Ministerpräsident wurde deutlich: „Es müsse Schluss sein mit gegenseitigem Runtermachen und Stigmatisierung!“, so Hans vor rund 1800 Zuhörern in der Saarlandhalle. Stattdessen brauche es wieder offenes Debattieren und konstruktiven Dialog. Es gehe darum zu zeigen, was uns trotz unterschiedlicher Meinungen als freiheitliche demokratische Gesellschaft eint. Außerdem forderte er mehr Respekt ein.

Strukturwandel offensiv angehen

Hans übte zudem scharfe Kritik an der Deutschen Umwelthilfe und ihren Diesel-Klagen. Aus seiner Sicht, werde dadurch die Axt an eine deutsche Schlüssel-Industrie angelegt.Für 2019 versprach der Ministerpräsident, dass die Landesregierung den Strukturwandel in der Auto-Industrie offensiv angehen wird. Man wolle mit der vorhandenen Forschungskompetenz um neue Investitionen werben, denn das Saarland dürfe künftig nicht mehr nur ein Produktionsstandort bleiben. Konkret hofft Hans beispielsweise auf gemeinsame Forschungsprojekte mit der Entwicklungsabteilung von Ford.

Neujahrsempfang des Ministerpräsidenten

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Einsatz von ehrenamtlich engagierten Menschen in der Altenpflege und in der Kinderbetreuung. In seiner Rede forderte Ministerpräsident Tobias Hans wieder mehr Respekt für Menschen zu zeigen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen. "Diese Tardition sollten wir im Saarland nochmal aufleben lassen", betonte Hans.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 09.01.2018 berichtet.

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