Ein Luftfiltergerät steht in einem Klassenraum. (Foto: picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich)

Kommunen bekommen pauschale Mittel für Luftfilter

mit Informationen von Christoph Grabenheinrich   06.07.2021 | 16:14 Uhr

Das Innenministerium hat das Förderprogramm für Luftfilteranlagen in Schulen und Kitas verlängert und aufgestockt. Statt Anträge stellen zu müssen, bekommen Kommunen pauschale Mittel. Außerdem sind mehr Räume förderfähig.

Mit einem möglichst unbürokratischen Förderprogramm will das Innenministerium den Einbau von Luftfiltern in saarländischen Schulen voranbringen. Alle Kommunen bekommen dafür pauschale finanzielle Mittel gemäß ihrer Einwohnerzahl vom Ministerium überwiesen. Förderfähig sind alle Räume in Grundschulen und Kitas, nicht mehr nur die, in denen nicht gut gelüftet werden kann.

Video [aktueller bericht, 06.07.2021, Länge: 1:35 Min.]
Förderung für Luftfilter in Schulen ausgeweitet

Zum Einbau könnten die Sommerferien genutzt werden, die Kommunen könnten sofort loslegen und die Geräte bestellen, sagte Innenminister Klaus Bouillon (CDU). Luftfilter seien wegen der gefährlicheren Delta-Variante des Coronavirus dringend nötig. Schon der kurze Aufenthalt in geschlossenen Räumen könne zur Ansteckung führen. Klassenräume im Winter durchgehend zu lüften sei da keine Lösung.

2,5 Millionen Euro vom Land

Da für Kinder bis 12 Jahre absehbar keine Impfmöglichkeit besteht, richtet sich das Programm ausschließlich an Grundschulen und Kitas. Ein Eigenanteil der Kommunen zur Ko-Finanzierung sei zwar wünschenswert, wegen deren Finanzlage aber nicht verpflichtend, sagte Bouillon.

Allein die rund 2,5 Millionen Euro, die das Land zur Verfügung stellt, würden nach Berechnungen des Ministeriums reichen, um alle Räume in Grundschulen mit Luftfilteranlagen auszurüsten, in denen das bislang noch nicht geschehen ist. Würden die Kommunen die Mittel ihrerseits aufstocken, würde es auch für alle Kitas reichen, so das Innenministerium.

Während des ersten Förderprogramms wurden nach Angaben des Innenministeriums insgesamt 610 mobile Luftreiniger mit 1.630.417,65 Euro gefördert. Das neue Förderprogramm ist bis Ende Januar befristet. Alternativ zum Erwerb von mobilen Luftreinigungsgeräten ist auch der Einbau ventilatorgestützter Zu- und Abluftsysteme (z.B. in Fensteröffnungen) möglich, so das Innenministerium.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 06.07.2021 berichtet.

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