"geöffnet" steht auf einem Schild an der Tür eines Geschäfts (Foto: picture alliance/dpa | Daniel Karmann)

Corona-Verordnung von Saar-Ministerrat angepasst

  07.03.2021 | 20:06 Uhr

Der saarländische Ministerrat hat am Freitag die Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angepasst. Darin werden die Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens vom Mittwoch umgesetzt. Die Rechtsverordnung gilt ab dem kommenden Montag.

Der saarländische Ministerrat hat am Freitag die Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie an die Beschlüsse angepasst, auf die sich die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen gemeinsam mit der Bundeskanzlerin verständigt haben. Die Verordnung tritt am Montag in Kraft und gilt zunächst bis voraussichtlich 21. März.


Diese Regeln gelten ab Montag für Saarländerinnen und Saarländer:

Private Kontakte

  • Private Treffen sind mit einem weiteren Haushalt und einem zusätzlichen Haushalt möglich, der zum familiären Bezugskreis gehört. Maximal dürfen sich fünf Personen treffen; Kinder unter 14 Jahren zählen nicht. Ehepaare, Lebenspartner und nichteheliche Lebensgemeinschaften gelten auch dann als ein Haushalt, wenn sie nicht im gleichen Haushalt leben.

  • Bei Haushalten, denen bereits vier oder mehr Personen angehören, dürfen zwei weitere Personen, wovon höchstens eine nicht aus dem familiären Bezugskreis des gastgebenden Haushaltes stammen darf, gleichzeitig anwesend sein.

Öffnungen

  • Gärtnereien, Gartenbaubetriebe, Gartenmärkte und ähnliche Einrichtungen, soweit sich der Verkauf auf das für den Gartenbau oder Pflanzenverkauf typische Angebot beschränkt, Verkaufsstellen für Schnittblumen, Topfpflanzen, Blumengestecke und Grabschmuck sowie Buchhandlungen.

  • Ladengeschäfte des Einzelhandels oder Ladenlokale dürfen öffnen, wenn nach vorheriger Vereinbarung Termine für einen fest begrenzten Zeitraum vergeben werden, bei denen höchstens einer Kundin oder einem Kunden pro 40 Quadratmeter der Zutritt gewährt wird.

  • Kinder im Alter von unter sieben Jahren werden, sofern sie nicht anders betreut werden können, bei der erlaubten Höchstzahl der Kundinnen und Kunden nicht mitberücksichtigt.

  • Zusätzlich zu den bereits geöffneten körpernahen Dienstleistungen können auch Tattoo- und Piercingstudios unter Hygieneauflagen wieder den Betrieb aufnehmen. Grundsätzlich gilt für die Erbringung aller körpernahen Dienstleistungen, bei denen nicht dauerhaft eine Maske getragen werden kann, dass Kundinnen und Kunden dabei einen tagesaktuellen negativen COVID-19 Schnell- oder Selbsttest vorlegen müssen.

  • Fahrschulen dürfen theoretischen und praktischen Fahrschulunterricht in Präsenzform anbieten. Es gelten das Abstandsgebot sowie die Pflicht, eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske) oder eine Maske der Standards KN95/N95 oder FFP2 oder höherer Standards zu tragen. Während des praktischen Unterrichts gilt das Erfordernis des Mindestabstandes nicht, sofern dieser nicht eingehalten werden kann.

Sport

  • Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten oder Gruppen von bis zu zehn Kindern bis 14 Jahren können im Außenbereich auch auf Außensportanlagen kontaktfreien Sport treiben.

  • Zudem sind Einzeltrainings im Außenbereich von Sportstätten wie Fitnessstudios oder vergleichbaren Sporteinrichtungen unter Beachtung der Hygienemaßnahmen möglich, wenn nach vorheriger Vereinbarung Einzeltermine vergeben werden, bei denen höchstens einer Person plus einer weiteren Person aus deren Hausstand zeitgleich Zutritt gewährt wird.

Kultur und Bildung

  • Gruppen von bis zu zehn Kindern bis 14 Jahren können kontaktfreie Angebote zur kulturellen Betätigung im Außenbereich wahrnehmen.

  • Der Betrieb von Fahrschulen in Präsenzform ist möglich. Dabei besteht die Pflicht, eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske) oder eine Maske der Standards KN95/N95 oder FFP2 oder eines höheren Standards zu tragen.

  • Musikschulen dürfen Einzelunterricht anbieten, Gesangsunterricht und der Unterricht in Blasinstrumenten ist in Präsenzform jedoch weiterhin nicht möglich.


"Der Lockdown belastet den Alltag vieler Menschen und führt bei vielen Beschäftigten zu großen Existenzsorgen. Gleichzeitig ist aufgrund der steigenden Infektionszahlen nach wie vor größte Vorsicht geboten. Mit den behutsamen Öffnungsschritten – verbunden mit einem Sicherheitsnetz aus mehr Tests – wollen wir den schwierigen Spagat zwischen Gesundheitsschutz und dem verständlichen Bedürfnis nach mehr Freiheiten bewältigen", sagt Ministerpräsident Tobias Hans (CDU).

"Die Wirtschaft geht auf dem Zahnfleisch. Aus ihrer Sicht ist es allerhöchste Zeit für Lockerungen. Gleichzeitig dürfen wir die Gefahr der Mutation nicht unterschätzen. Das Öffnungskonzept ist ein sehr streng getakteter Fahrplan raus aus dem Dauer-Lockdown", so Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD).

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 05.03.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja