Mundschutzmaske hängt an Schülertisch (Foto: picture alliance / imageBROKER | Michael Weber)

Neue Quarantäne-Regeln an Schulen

  06.09.2021 | 19:28 Uhr

Die Gesundheitsminister der Länder haben am Montagabend neue Quarantäne-Regeln für Schulen und Kitas festgelegt. Demnach soll bei einem Infektionsfall nicht mehr die ganze Klasse oder Gruppe in Quarantäne geschickt werden, sondern nur noch die direkten Sitznachbarn.

Die Gesundheitsministerinnen und -Minister folgten am Montag in ihren Beratungen dem Vorschlag des Bundes, bei Infektionen in Schulen nur noch die direkten Sitznachbarn mindestens fünf Tage in Quarantäne zu schicken. Danach soll es die Möglichkeit geben, sich "freitesten" zu können.

Video [aktueller bericht, 06.09.2021, Länge: 3:05 Min.]
Start der ersten Auffrischungsimpfungen gegen Corona

Voraussetzung: Maske im Unterricht

Teilweise ganze Schulklassen
169 Schüler nach erster Schulwoche in Quarantäne
Nach der ersten Schulwoche sind 169 von rund 120.000 Schülerinnen und Schülern im Saarland von Quarantänemaßnahmen betroffen. Das meldet das Bildungsministerium. Teilweise wurden auch ganze Schulklassen nach Hause geschickt.

Die Schüler einer Klasse, die nicht direkte Kontaktpersonen sind, sollen intensiv getestet werden. Angewandt werden sollen die Regeln aber nur, wenn es Lüftungs-, Masken- und Testkonzepte in den Schulen gibt. Wie das saarländische Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilte, soll die neue Regelung etwa nur gelten, wenn die Schülerinnen und Schüler medizinische Schutzmasken im Unterricht trügen. Auch in den Kindertagesstätten soll es die Möglichkeit eines Freitestens nach frühestens fünf Tagen geben.

Geimpfte und genesene Schüler ausgenommen

Wie das saarländische Gesundheitsministerium erklärte, sollen zudem Geimpfte sowie symptomfreie, genesene Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer grundsätzlich von Quarantäneanordnungen ausgenommen werden.

Bislang gehen die Länder bei einer Quarantänedauer von 14 Tagen unterschiedlich damit um, sollte sich in einer Klasse ein infizierter Schüler finden. Teilweise werden nur Sitznachbarn in Quarantäne geschickt, teils ganze Klassen.

"Schulbetrieb hat oberste Priorität"

„Die bestmögliche Aufrechterhaltung des Schulbetriebs und des Regelbetriebs in Betreuungseinrichtungen hat oberste Priorität. Das schulden wir unseren Kindern und Jugendlichen“, sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). Daher müssten Quarantänemaßnahmen nach genauer Prüfung auf einen „infektiologisch notwendigen Personenkreis“ beschränkt werden. „Mit weiteren Impfungen und angepassten Teststrategien werden wir die Gesundheit aller Beteiligten bestmöglich schützen“, so Bachmann.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja