In der Fahrradwerkstatt des Lebacher Ankerzentrums (Foto: Carolin Dylla)

Neue Projekte im Lebacher Ankerzentrum angelaufen

Christoph Grabenheinrich / Carolin Dylla   28.03.2019 | 21:09 Uhr

Im Ankerzentrum in Lebach sind die ersten vom Bund finanzierten neuen Integrationsprojekte für Asylbewerber angelaufen. Träger der Maßnahme ist das Diakonische Werk an der Saar. Rund ein Dutzend weitere Projekte, auch von anderen Trägern, sollen schon bald folgen.

In den Projekten geht es um kleine, praktische Dinge, bei denen die Teilnehmer schnell Erfolge sehen sollen, sagt Andreas Jenal, der Bereichsleiter der Diakonie Neunkirchen. Seit Mitte Februar arbeiten acht Frauen in der so genannten "Textilwerkstatt" in Lebach, wo sie alte Kleidungsstücke reparieren oder zu neuen Textilien umschneidern.

Video [aktueller bericht, 28.03.2019, Länge: 3:33 Min.]
Neue Integrationsprojekte im Ankerzentrum Lebach

Außerdem gibt es seit Mitte Februar eine Fahrradwerkstatt, in der Geflüchtete lernen, Räder zu reparieren. Diese Tätigkeiten sollen eine Struktur im Tagesablauf schaffen, sagt Jenal, und sie sollen Fähigkeiten vermitteln, die den Teilnehmern helfen können, in Deutschland Fuß zu fassen.

Projekte für Geflüchtete im Lebacher Ankerzentrum
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 28.03.2019, Länge: 03:10 Min.]
Projekte für Geflüchtete im Lebacher Ankerzentrum

Integration ist allerdings nur die eine Seite. Denn diese Fähigkeiten sollen den Menschen auch in ihren Heimatländern nützen – und somit ein Anreiz sein, freiwillig wieder dahin zurückzukehren, sagt Innenminister Klaus Bouillon (CDU). Insgesamt soll es zwölf Projekte im Ankerzentrum Lebach geben. Träger sind die Diakonie, die Caritas und das Rote Kreuz. Die Politik fördert die Projekte mit knapp 570.000 Euro.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht am 28.03.2019 berichtet.

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