Blick in die Schmiede mit Arbeitern im Vordergrund. (Foto: dpa/Becker&Bredel)

Neue Produkte sollen Saarschmiede sichern

Karin Mayer   02.07.2021 | 14:56 Uhr

Neue Produkte sollen die Zukunft der Saarschmiede sichern. Das sieht ein Konzept vor, dass das Unternehmen Saarstahl gemeinsam mit dem Betriebsrat entwickelt hat. Chancen gibt es laut Saarstahl vor allem auf dem Markt der erneuerbaren Energien.

Das Unternehmen Saarstahl hat gemeinsam mit dem Betriebsrat ein Zukunftsszenario für die Saarschmiede entwickelt. Darüber informieren die Geschäftsführung der Schmiede, der Vorstand von Saarstahl und die Arbeitnehmervertretung schriftlich. Kernpunkt des Szenarios ist, dass neue Produkte für die Schmiede entwickelt werden sollen.

Chancen sieht das Unternehmen auf dem Markt der erneuerbaren Energien. Außerdem müssten ähnlich wie zuvor bei Dillinger interne Prozesse und die Arbeitsweise flexibilisiert werden. Nach SR-Informationen ist auch sozialverträglicher Personalabbau nicht ausgeschlossen. 

Nur noch Teilbetrieb

Eine Belegschaftsversammlung in der Schmiede ist im Juli geplant. Die Schmiede hat rund 440 Beschäftigte. Ihr Neubau wurde im Jahr 2011 beschlossen. Mit rund 450 Millionen Euro gehörte die neue Saarschmiede zu den größten Einzelinvestitionen der saarländischen Stahlindustrie.

Nach dem Reaktorunfall von Fukushima kam weltweit der Kraftwerksbau zum Erliegen und die neue Schmiede konnte nicht ausgelastet werden. Zuletzt wurde nur noch ein Teilbetrieb aufrechterhalten. 

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Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 02.07.2021 berichtet.

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