Spielzeug, im Hintergrund ein Kleinkind (Foto: picture alliance/Rolf Vennenbernd/dpa)

Keine neuen Hygiene-Regeln für Saar-Kitas

  05.01.2022 | 18:05 Uhr

Zur Eindämmung der Omikron-Variante hat das Landesjugendamt neue Hygieneempfehlungen für saarländische Kitas versandt. Dabei handele sich allerdings nicht um gültige Regeln, sagte der Amtsleiter, nachdem es zu Irritationen gekommen war.

Die saarländischen Behörden rechnen mit einer schnellen und starken Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Vor allem die kritische Infrastruktur will die Politik deswegen besonders schützen. Und nicht nur der Präsenzunterricht in Schulen, auch das Betreuungsangebot für Kita-Kinder soll aufrechterhalten werden.

In einem Schreiben an die saarländischen Kita-Träger, das dem SR vorliegt und das auch an Eltern von Kita-Kindern gegangen ist, hat das Landesjugendamt darum weitere Hygienemaßnahmen empfohlen. Der Leiter des Amtes wies nach entsprechenden Medienberichten allerdings darauf hin, dass die Regeln keine Gültigkeit hätten und es offen sei, ob sie so jemals in Kraft treten.

So sollte laut dem Schreiben das Betreuungsangebot für offene Gruppen eingeschränkt werden. Es sollten nur noch höchstens zwei Kindergarten- oder altersgemischte Gruppen durchmischt werden, bei Krippengruppen maximal drei. Ausnahmen sollen im begründeten Einzelfall möglich, müssten aber mit dem Landesjugendamt abgestimmt werden.

Weniger Personal möglich

Kita-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter dürften demnach gruppenübergreifend eingesetzt werden. Das sei möglich, weil die 3G-Regelung konsequent einzuhalten sei. Das Personal sollte allerdings so wenig wie möglich zwischen den Gruppen wechseln. Unterstützungskräfte könnten vornehmlich in den Randzeiten zur Betreuung der Kinder herangezogen werden.

Wegen der Pandemie dürfte nach Einschätzung des Landesjugendamtes bis zu einem gewissen Grad vom Personalschlüssel abgewichen und weniger Personal eingesetzt werden, als in der jeweiligen Betriebserlaubnis vorgeschrieben ist. Allerdings müsste die gebotene Aufsichtspflicht gewährleistet sein.

Masken teilweise verpflichtend, teilweise freiwillig

Das Kita-Personal und Externe müsse die 3G-Regel einhalten und medizinische Masken tragen. Für Kita-Personal, bei dem gesundheitliche Gründe gegen Letzteres sprechen, müssten andere Schutzmaßnahmen getroffen werden, heißt es in dem Schreiben.

Schulkinder müssten im Hort Masken tragen, bei altersgemischten Gruppen mit Kindern im Kindergartenalter gelte die Pflicht nicht. Generell könnten alle Kinder freiwillig Masken tragen.

Tests empfohlen

Alle Mitarbeiter in den Kitas sollten nach Auffassung des Amtes weiterhin zweimal pro Woche freiwillig getestet werden. Für alle nicht Geimpften oder Genesenen sei das demnach sogar Pflicht. Für Kinder ab drei werden Tests empfohlen, sie seien freiwillig und bedürften einer Einverständniserklärung der Eltern.

Darüber hinaus hat das Amt in seinem Brief an die Träger weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung genannt, die etwa das Lüften, die Bring- und Abholsituation oder die Nutzung sanitärer Anlagen betreffen.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja