Foto: imago/Becker&Bredel

Weiter keine Produktion bei Neue Halberg Guss

Lars Ohlinger / Onlinefassung: Axel Wagner   17.10.2018 | 17:25 Uhr

Bis Anfang nächster Woche wird wohl nichts mehr produziert bei Neue Halberg Guss. Die Schulden beim Stromversorger wurden zwar bezahlt, aber einige Lieferanten weigern sich weiterhin, Rohstoffe anzuliefern. Dazu gab es bei der Informationsveranstaltung in Saarbrücken noch eine weitere Hiobsbotschaft.

Die Maschinen für die Produktion wurden an ein US-Unternehmen verkauft und müssen nun zurückgemietet werden. Begründung dafür: So bekomme man finanziellen Spielraum.

Es sei nur über die unmittelbar absehbare Zukunft gesprochen worden, so der Betriebsratsvorsitzende Bernd Geier. "Auch die Frage, wie lange der Strom da sein wird, wurde nicht abschließend beantwortet. Zurzeit ist das Werk Saarbrücken mit seinen 1500 Arbeitsplätzen massiv gefährdet."

Verträge mit GM und Deutz gekündigt

Auf der Informationsveranstaltung wurde der Belegschaft auch mitgeteilt, dass die NHG-Geschäftsführung die Verträge mit ihren Großkunden GM und Deutz gekündigt hat. Diese sollen jetzt für Motorblöcke der Neuen Halberg Guss höhere Preise bezahlen.

Video [aktueller bericht, 17.10.2018, Länge: 3:02 Min.]
Zukunft der Neuen Halberg Guss

Doch nicht nur im Saarbrücker Werk stehen die Räder still, auch am Standort Leipzig droht nun ein Produktionsstopp. Dort gibt es ebenfalls Probleme mit der Energie- und Schrottversorgung. Das teilte die IG Metall Leipzig der dpa am Mittwoch mit.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 17.10.2018 berichtet.

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