Halberg Guss in Saarbrücken (Foto: Imago/Becker&Bredel)

Halberg Guss-Leitung setzt auf Konfrontation

Magnus Neuschwander   07.07.2018 | 09:42 Uhr

Im Streit bei der Neuen Halberg Guss hat die Geschäftsführung den streikenden Mitarbeitern mit einem Verlust der Abfindungen gedroht. Halberg-Guss-Geschäftsführer Barbaros Arslan sagte der Zeitung "Die Welt", die dafür vorgesehene Rücklage sei schon jetzt aufgebraucht.

Wenn Halberg Guss nicht liefern könne, so Arslan, mache das Unternehmen keine Umsätze und verbuche sogar Verluste. Der Geschäftsführer droht zudem mit juristischen Konsequenzen.

Rückzug von Prevent ausgeschlossen

Ähnlich scharf formuliert es Alexander Gerstung, der Geschäftsführer der Neuen Halberg Guss: Man lasse sich nicht von einer Gewerkschaft in die Insolvenz treiben. Einen Rückzug von Prevent als Eigentümer schließt er aus – ebenso wie die Arbeitnehmerforderung nach dreieinhalb Monatsgehältern Abfindung pro Jahr Betriebszugehörigkeit. Nach den Worten von Halberg-Guss-Geschäftsführer Gerstung würde das 700 Millionen Euro kosten. Dann stelle sich die existenzielle Zukunftsfrage.

Die rund 2000 Beschäftigten der Halberg-Guss-Werke in Saarbrücken und Leipzig streiken seit drei Wochen für einen Sozialtarifvertrag. Der Standort Leipzig soll geschlossen werden. Die Gespräche zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber gehen nächste Woche Donnerstag weiter. Dann will die Neue Halberg Guss ein vollständiges Angebot für einen Sozialplan vorlegen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 07.07.2018 berichtet.

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