So soll die neue Biogas-Anlage in Kirkel nach der Fertigstellung aussehen. (Computermodell) (Foto: Ökobit GmbH/Pressebox)

Grundstein für neue Biogasanlage in Kirkel

Peter Sauer / Onlinefassung: Axel Wagner   30.09.2022 | 19:04 Uhr

In Kirkel wurde am Freitag der Grundstein für die bundesweit erste Biogasanlage auf Basis von Pferdemist und Gras gelegt. Sie soll Strom und Wärme für etwa 300 Haushalte liefern.

Schon ab dem kommenden Frühjahr sollen in einer neuen Pferdemist-Biogasanlage in Kirkel-Altstadt pro Jahr rund 640.000 Kilowattstunden Strom und Wärme produziert werden. Damit kann die Anlage, für die am Freitag der Grundstein gelegt wurde, etwa 300 Haushalte versorgen – bundesweit bislang einmalig. Hersteller der Biogasanlage ist das Unternehmen Ökobit aus Föhren in der Nähe von Trier.

Landwirt trägt Großteil der Kosten

Für die Stromproduktion kommen Pferdemist und Gras in einen Gärtank. Dort wird das Material zersetzt, wobei methanhaltiges Biogas entsteht, mit dem ein Motor betrieben wird, der Strom und Wärme produziert. Zudem entsteht während des Gärprozesses ein fester Stoff, der als Dünger in der Landwirtschaft genutzt werden kann.

Biogas aus Pferdemist in Kirkel
Audio [SR 3, Peter Sauer, 30.09.2022, Länge: 03:47 Min.]
Biogas aus Pferdemist in Kirkel

Den Großteil der Kosten von rund einer Million Euro trägt ein Landwirt, rund zehn Prozent übernimmt das Bundeswirtschaftsministerium. Das Pilotprojekt wird vom Saarbrücker Institut für Zukunftsenergie- und Stromstoffsysteme (IZES) wissenschaftlich begleitet.

Zehn weitere Anlagen im Saarland möglich

Dort schätzt man, dass es im Saarland Potenzial für zehn weitere Anlagen gibt – deutschlandweit könnten es sogar 1200 Anlagen sein. Laut IZES gibt es bereits mehrere Anfragen.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau vom 30.09.2022 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja