Nemak-Produktion (Foto: imago/Frank Drechsler)

Nemak streicht in Dillingen 150 Jobs

Karin Mayer / Onlinefassung: Axel Wagner   21.02.2019 | 18:20 Uhr

Die Alugießerei Nemak in Dillingen hat angekündigt, 150 Stellen zu streichen. Das Unternehmen reagiert damit auf sinkende Stückzahlen infolge der Dieselkrise. Das hat Werksleiter Marcus Speicher dem SR mitgeteilt.

Nemak stellt Zylinder-Kurbel-Gehäuse für Daimler, BMW und Audi her. Die Abrufe seien von 2,4 bis 1,8 Millionen Stück im Jahr gesunken. Deshalb hatte Nemak im vergangenen Jahr bereits Kurzarbeit angemeldet. Da sich nicht abzeichne, dass der Diesel-Markt sich wieder erhole, müsse das Unternehmen reagieren, so Speicher. Betroffen ist Nemak auch von der Unsicherheit durch den angekündigten Brexit. 

Zweite Hiobsbotschaft

Bei Nemak sollen nun Verhandlungen über Interessensausgleich und Sozialplan  beginnen. Der Personalabbau soll voraussichtlich bis Mitte des Jahres umgesetzt werden.  Nemak beschäftigt derzeit 1150 Mitarbeiter. Rund 1000 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Es ist bereits die zweite Hiobsbotschaft für die Saar-Wirtschaft innerhalb kurzer Zeit. Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass das Eiweiler Unternehmen LaminatePark sein Werk zum Jahresende schließen will.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 21.02.2019 berichtet.