Nemak-Produktion (Foto: imago/Frank Drechsler)

Nemak-Beschäftigte sichern ihre Jobs

Karin Mayer   05.07.2019 | 16:25 Uhr

Rund 500 Beschäftigte von Nemak verzichten auf einen Teil ihres Einkommens, um Kündigungen zu verhindern. Das wurde jetzt in einem Sozialplan vereinbart. Die Belegschaft wurde darüber in einer Betriebsversammlung informiert.

Rund 500 Beschäftigte in der Nemak-Produktion arbeiten drei bis vier Stunden in der Woche weniger. Sie verlieren dadurch maximal 120 Euro im Monat und verhindern damit einen Großteil der geplanten Kündigungen. Statt 150 werden jetzt nur noch 15 Beschäftigte entlassen.

Werksleiter und Betriebsrat zufrieden

Wie Nemak Kündigungen vermeiden will
Audio [SR 3, Karin Mayer, 05.07.2019, Länge: 03:08 Min.]
Wie Nemak Kündigungen vermeiden will

Werksleiter Marc Speicher sagte dem SR, damit sei ein sehr guter Kompromiss gefunden worden. Die Vereinbarung lasse dem Unternehmen die nötige Flexibilität, gleichzeitig sei Jobabbau verhindert worden.

Der Betriebsratsvorsitzende Heiko Haupert sprach von einem großen Erfolg. Die Belegschaft sei mit einem blauen Auge davon gekommen. Der Sozialplan und die verkürzte Arbeitszeit sollen bis Ende 2020 gelten.

Nemak kann aus Sozialplan aussteigen

Sollte sich die Auftragslage weiter verschlechtern, kann das Unternehmen aus dem Sozialplan aussteigen. Nemak liefert Motorblöcke aus Aluminum für die Autoindustrie. Die Auftragslage hat sich durch die Dieselkrise, aber auch durch den Brexit deutlich verschlechtert. Nemak beschäftigt in Dillingen 1150 Mitarbeiter.

Über dieses Thema hat auch die SR 3 Region am Nachmittag vom 05.07.2019 berichtet.

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