Alugießerei Nemak in Dillingen. (Foto: Dirk Petry/SR)

Nemak baut weniger Stellen ab als geplant

Karin Mayer   18.09.2020 | 13:35 Uhr

Die Alugießerei Nemak in Dillingen hat 150 Arbeitsplätze abgebaut, das sind 100 weniger als ursprünglich angekündigt. Ein Sozialplan wurde umgesetzt, allerdings ging es nicht ganz ohne betriebsbedingte Kündigungen.

Fast 120 Mitarbeiter haben ein angebotenes Freiwilligenprogram mit Abfindung und Transfergesellschaft genutzt, teilte das Unternehmen mit. Um die schwache Auftragslage im Bereich Verbrennungsmotoren abzufedern, arbeiten weite Teile der Belegschaft in Arbeitszeitverkürzung.

Werksleiter Marcus Speicher sagte, die Stimmung in der Automobilindustrie sei verhalten. Nemak sei stark vom Verbrenner abhängig. Zwar habe Nemak auch Gehäuse für E-Motoren im Angebot, die seien aber lange nicht so stark gefragt wie die Verbrennungsmotoren.

150 statt 250 Stellen abgebaut

Der Betriebsratsvorsitzende Heiko Haupert betonte, es sei gelungen, weniger Personal abzubauen als ursprünglich geplant - 150 statt 250 Stellen fielen weg. Allerdings sei es nicht gelungen, betriebsbedingte Kündigungen komplett zu vermeiden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 18.09.2020 berichtet.

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