Zuschauerraum eines Theaters mit deutlichen Abständen zwischen den Stühlen (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Britta Pedersen)

Bundesweit neue Regeln für Veranstaltungen

  02.12.2021 | 16:14 Uhr

Bund und Länder haben neue bundeseinheitliche Maßnahmen gegen die Coronapandemie beschlossen. In ganz Deutschland sollen künftig mehr Einschränkungen für Ungeimpfte gelten. Auch für private Feiern und Großveranstaltungen gibt es neue Regeln.

In ganz Deutschland sollen neue Obergrenzen für Großveranstaltungen gelten. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Donnerstag geeinigt. Geschlossene Räume dürfen bei solchen Veranstaltungen höchstens zu 30 bis 50 Prozent ausgelastet werden, die Obergrenze liegt bei 5000 Menschen bei gleichzeitiger 2G-Regel und Maskenpflicht. Draußen dürfen maximal 15.000 Menschen zusammenkommen.

Tobias Hans zu den bundeseinheitlichen Corona-Maßnahmen
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 02.12.2021, Länge: 01:47 Min.]
Tobias Hans zu den bundeseinheitlichen Corona-Maßnahmen

Private Feiern eingeschränkt

Außerdem soll es in Regionen, deren Sieben-Tage-Inzidenz über 350 liegt, Einschränkungen für private Veranstaltungen geben. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans sagte: "Größere Feierlichkeiten privater Natur sind nun wahrlich nicht angezeigt, bei derart hohen Zahlen."

Deshalb seien in diesen Regionen in Innenräumen nur noch Feiern mit bis zu 50 Personen zugelassen, im Außenbereich sollen 200 Personen erlaubt sein. Aktuell liegen im Saarland abgesehen von Sankt Wendel alle Kreise über der Inzidenz-Marke von 350.

Böllerverbot zum Jahreswechsel

Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird in diesem Jahr erneut verboten. An publikumsträchtigen Plätzen soll es ein Feuerwerksverbot geben. Auch Versammlungsverbote sollen gelten. Ministerpräsident Hans sagte, damit man wolle man vermeiden, dass Opfer von Unfällen mit Feuerwerk die Notaufnahmen an Silvester zusätzlich belasten.

Bundesweit 2G im Einzelhandel

In ganz Deutschland sollen künftig nur noch Geimpfte und Genesene im Einzelhandel einkaufen können. Ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittelmärkte, Drogerien und Apotheken.

Im Saarland gilt diese Regel mit einer Übergangsfrist bis zum 6. Dezember bereits seit heute. Auch viele andere Regeln, die jetzt bundesweit gelten, sind im Saarland bereits umgesetzt.

"Änderungen bei Großveranstaltungen"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Renate Wanninger / Carolin Dylla, 02.12.2021, Länge: 02:06 Min.]
"Änderungen bei Großveranstaltungen"

Über Impfpflicht soll Bundestag entscheiden

Auch eine zeitliche Begrenzung des Impfstatus war Thema in der Bund-Länder-Runde. Ministerpräsident Hans sagte, derzeit sei eine EU-weite Regelung im Gespräch, den Impfstatus nach neun Monaten ablaufen zu lassen.

Außerdem soll in Deutschland die Impfpflicht für das Personal in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern schnellstmöglich per Gesetz beschlossen werden. Die Entscheidung über eine allgemeine Impfpflicht soll hingegen der Deutsche Bundestag treffen.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 02.12.2021.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja