Tobias Hans  (Foto: Imago/BeckerBredel)

Kein neuer Lockdown, aber vielleicht 2G-Regelungen

Carolin Dylla / Onlinefassung: Thomas Braun   02.09.2021 | 18:04 Uhr

Sollte sich die Pandemie-Lage in den kommenden Monaten verschärfen, schließt Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) auch "2G-Regelungen" nicht aus - also bestimmte Aktivitäten nur noch für Geimpfte und Genesene. Einen neuen flächendeckenden Lockdown soll es aber nicht mehr geben.

“Wenn es hart auf hart kommt, müssen wir auch mit 2G-Modellen versuchen, die Normalität zu sichern”, sagte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans am Donnerstag beim Sommergespräch in der Staatskanzlei.

2G: geimpft oder genesen

Das betrifft laut Hans aber nur Veranstaltungen zum Beispiel in Restaurants oder Clubs. Hier müssten die Betreiber die Möglichkeit bekommen, "2G" zur Voraussetzung für Veranstaltungen zu machen. Das bedeutet: Bestimmte Aktivitäten wären dann nur noch für Menschen zugänglich, die entweder gegen Corona geimpft sind oder eine Infektion überstanden haben.

„Abkehr von der reinen Inzidenz als Grundlage für die Maßnahmen“
Audio [SR 3, Studiogespräch: Janek Böffel /Carolin Dylla, 02.09.2021, Länge: 03:13 Min.]
„Abkehr von der reinen Inzidenz als Grundlage für die Maßnahmen“

Im Moment sehe er aber noch keine Notwendigkeit, diese 2G-Regelungen ähnlich wie in Hamburg flächendeckend einzuführen, so Hans weiter. Denn es dürfe nicht sein, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen können, vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden.

Keine Impfpflicht, kein neuer Lockdown

Hans lehnt eine allgemeine Impfpflicht für Klinik- und Pflegepersonal ab. In diesem Fall bestehe die Gefahr, dass Pflegekräfte in andere Berufe abwanderten. Durch eine Impfpflicht könne der Pflegenotstand vergrößert werden.

Auch eine generelle Impfpflicht lehnt der CDU-Politiker weiter entschieden ab. Das Ende der kostenlosen Tests bewertete der Ministerpräsident aber mit Blick auf Impf-Anreize als positiv. Einen neuerlichen flächendeckenden Lockdown schloss Hans im Sommergespräch aus.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 02.09.2021

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