Armin König (CDU) (Foto: imago/Becker&Bredel)

Weitere Morddrohung gegen Illinger Bürgermeister

Marc-André Kruppa   08.02.2020 | 16:42 Uhr

Der Illinger Bürgermeister Armin König ist erneut bedroht worden. Die Saarbrücker Zeitung hat nach eigenen Angaben einen anonymen Brief erhalten. Darin werde unter anderem Bezug auf den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke genommen und mit einem Mordanschlag auf König gedroht.

Die Polizei hat dem SR bestätigt, dass der Staatsschutz wegen der erneuten Morddrohung gegen den Illinger Bürgermeister Armin König (CDU) die bisherigen Ermittlungen ausgeweitet hat. Einzelheiten wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt.

Rehlinger solidarisiert sich mit König

Die Solidarität mit dem Illinger Bürgermeister ist unter anderem in den sozialen Netzwerken groß. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) schrieb auf Facebbook, dass immer häufiger Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in ganz Deutschland bedroht, beschimpft und sogar körperlich angegangen würden. "Das ist absolut nicht hinnehmbar. Meine volle Solidarität mit Armin König und allen, denen es ähnlich geht", so Rehlinger. Solche Drohungen seien zunächst ein Fall für Polizei und Justiz. Aber auch der Umgang in der Gesellschaft miteinander und der Respekt vor dem jeweils anderen müsse wieder besser werden, sagte Rehlinger.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Petry - lange Jahre erster Beigeordneter in Illingen - sprach von einem feigen Angriff auf König. Das sei erbärmlich. "Als Demokraten stehen wir zusammen. Ich hoffe, dass der oder die Täter schnell geschnappt werden", so Petry.

Rathaus zeitweise geschlossen

Bereits am Donnerstag war ein Drohschreiben an den CDU-Politiker im Illinger Rathaus eingegangen. In dem Schreiben befand sich außerdem eine pulverartige Substanz. Aus Sicherheitsgründen wurde das Rathaus am Donnerstagvormittag zeitweise geschlossen. Eine Analyse der Polizei ergab, dass sich es bei dem Pulver um einen zerbröselten Brühwürfel handelte.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 08.02.2020 berichtet.

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