Möbel Martin (Foto: imago/Marc Schüler)

Möbel Martin klagt gegen Lockdown

  25.02.2021 | 20:18 Uhr

Möbel Martin hat am Donnerstag Klage beim saarländischen und rheinland-pfälzischen Verwaltungsgericht gegen den Lockdown eingereicht. Das Unternehmen fordert die sofortige Öffnung seiner Einrichtungshäuser.

Möbel Martin gehört nach eigenen Angaben zu einem Zusammenschluss von zehn Unternehmen in sieben Bundesländern, die parallel klagen. Die Unternehmen sehen die Verhältnismäßigkeit der derzeitig gültigen Corona-Verordnungen als "nicht mehr gegeben" an und klagen insbesondere gegen "die Ungleichbehandlung auf der Fläche gegenüber anderen Branchen".

Es gehe nicht mehr nur um das eigene Geschäft, sondern um die Zukunft des Landes. "Statt Lösungen anzustreben, in denen die Pandemie wirksam bekämpft werde, indem der Mittelstand seine Tatkraft, Kreativität und Gemeinschaftssinn nutzt, wird er derzeit sehenden Auges gegen die Wand gefahren", teilt das Unternehmen mit.

Einlass nur mit negativem Test

Die Einrichtungshäuser weisen darauf hin, dass die Gesundheit der Angestellten und der Kundschaft oberste Priorität genieße. Deshalb verpflichten sie sich im Falle einer Öffnung auf ein umfangreiches Hygienekonzept einschließlich der Erprobung einer Eingangskontrolle durch eine Filterschleuse mit Schnelltests.

Dafür will Möbel Martin mit den Gesundheitsämtern und dem saarländischen und dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium zusammenarbeiten. Das Konzept sieht vor, dass jeder Kunde vor dem Einlass getestet wird. Nur wer einen negativen Test nachweisen könne, erhalte Zugang zum Markt. Damit ließe sich das Risiko im Markt selbst auf einen Bruchteil des generellen Infektionsrisikos reduzieren, erklärt Möbel Martin. Das übrige Hygienekonzept bliebe auch im Regelbetrieb der Filterschleuse bestehen, da auch ein Schnelltest keine hundertprozentige Sicherheit biete.

Möbel Martin ist nach eigenen Angaben das größte Möbeleinzelhandelsunternehmen in Südwestdeutschland. Zur Unternehmensgruppe gehören acht Einrichtungshäuser im Saarland und in Rheinland Pfalz. Sie beschäftigt mehr als 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.02.2021 berichtet.

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