Lkws stehen auf einem Rastplatz (Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Saar-Spediteure wollen Fahrer im Kosovo anwerben

Sarah Sassou   17.12.2021 | 08:00 Uhr

Der Fahrermangel in der Logistikbranche soll im Saarland mit einem Pilotprojekt abgemildert werden. Nach Angaben des Landesverbands Verkehrsgewerbe sollen dafür Menschen aus dem Kosovo im Saarland zu Berufskraftfahrern ausgebildet werden.

In Deutschland fehlen laut Branchenverbänden aktuell zwischen 60.000 und 80.000 Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer. Berufseinsteiger gebe es hingegen nur höchstens 17.000 pro Jahr. Zu wenig also, um den Mangel zu beheben.

Vier Spediteure schließen sich zusammen

Ähnlich wie in der Pflegebranche können deshalb mit speziellen staatlich geförderten Programmen Menschen aus anderen Ländern angeworben werden. Im Saarland haben sich nun vier Spediteure, ein Bildungsträger und der Landesverband Verkehrsgewerbe zusammengeschlossen, um Menschen aus dem Kosovo hierherzuholen.

Eine Verbandssprecherin sagte, derzeit würden Bewerber im Kosovo Deutsch lernen, bevor sie im kommenden Jahr ins Saarland ziehen. Hier hätten sie während ihrer Ausbildungszeit zum Berufskraftfahrer feste Arbeitsverträge bei den kooperierenden Speditionen. Danach sollen sie dort weiter beschäftigt sein, das werde vertraglich so vereinbart.

Viel Arbeit, wenig Lohn

Im Saarland haben viele Speditionen und Logistikunternehmen Probleme, vor Ort Mitarbeiter zu finden. Viele verlassen die Branche, weil die Arbeitsbedingungen schlecht seien. Die Arbeitsbelastung sei hoch, die Entlohnung dafür aber zu niedrig.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 17.12.2021 berichtet.

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