Mobiles Banking (Foto: SR)

Die Bankfiliale für die Hosentasche

Peter Sauer / Onlinefassung: Kathrin Paul   12.03.2019 | 11:03 Uhr

Früher musste man sich auf den Weg zu einer Bankfiliale machen, dann ermöglichte Online-Banking Bankgeschäfte schon bequem von zu Hause aus. Heutzutage geht das jederzeit von unterwegs – mit Banking Apps.

Bankgeschäfte mobil abwickeln ist mit Banking Apps jederzeit möglich. Die eigene Bank im Hosentaschenformat bietet einige Vorteile: Geld überweisen von unterwegs zum Beispiel. Braucht man Bargeld, hilft die App auch mit der Geldautomaten-Suchfunktion. Die kleinen Programme auf dem Smartphone erleichtern die Finanzverwaltung und machen sie transparenter.

Banking Apps und mobiles Bezahlen
Video [SR.de, (c) SR, 12.03.2019, Länge: 18:43 Min.]
Banking Apps und mobiles Bezahlen
Die Bankgeschäfte mit dem Handy erledigen, ist praktisch, aber auch sicher? Und wie funktioniert die Sache mit dem mobilen Bezahlen eigentlich? Thomas Beutler von der Verbraucherzentrale hat Antworten auf diese und viele weitere Fragen.

Sicherheit ist das A und O

Stiftung Warentest hat kürzlich mehrere Banking Apps getestet. Alle Anbieter haben ordentlich abgeschnitten. Neben Funktionsumfang und Handhabung spielt die Sicherheit der Apps eine entscheidende Rolle . Die Daten sollten verschlüsselt und nicht auf dem Handy gespeichert werden. Viele Apps setzen inzwischen auch auf die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung: Der Nutzer weist seine Identität mittels der Kombination zweier unterschiedlicher und voneinander unabhängiger Faktoren nach.

Mobiles Banking – wie funktionierts?
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 12.03.2019, Länge: 04:40 Min.]
Mobiles Banking – wie funktionierts?

Kaum noch persönlicher Kontakt

Verbrauchertipp
Banking Apps

Immer mehr neue Bankdienstleister drängen auf den Finanzmarkt. Apps wie N26 oder Tomorrow sprechen vor allem junge Kunden an. Die Kontoeinrichtung läuft komplett über das Smartphone per Videochat. Um die Identität der Nutzer zu prüfen, wenden diese Unternehmen das sogenannte Video-Ident-Verfahren an. Einen Nachteil sieht Thomas Beutler von der Verbraucherzentrale des Saarlandes darin, dass es fast unmöglich sei, jemanden ans Telefon zu bekommen.

Auch bei den klassischen Banken werden die Filialen immer weniger. So ist beispielsweise die Zahl der Sparkassenfilialen seit 2009 um 20 Prozent gesunken, mit aktuell 246 liegt das Saarland aber nach wie vor über dem Bundeschnitt. Wie wichtig Filialen und persönliche Beratung sind, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Klar ist: Banking Apps erleichtern den Usern durch clevere Funktionen den Finanzalltag.

Artikel mit anderen teilen