Ein Schutzhelm mit ThyssenKrupp Logo (Foto: dpa)

100 Mitarbeiter verlassen Thyssenkrupp in Lockweiler

Peter Sauer   03.04.2020 | 16:27 Uhr

Bei Thyssenkrupp System Engineering in Wadern-Lockweiler haben auf Grund von Restrukturierungsmaßnahmen bisher rund 100 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Wie ein Konzernsprecher dem SR mitteilte, fallen insgesamt 129 Stellen weg.

Ursprünglich sollten in Lockweiler 149 Arbeitsplätze gestrichen werden. Laut dem Thyssenkrupp-Betriebsratsvorsitzenden Thorsten Koch konnte diese Zahl aber in den Verhandlungen mit dem Arbeitgeber gesenkt werden.

Das Unternehmen hat sich nach Angaben eines Sprechers zu einem sozialverträglichen Personalabbau verpflichtet. Nach Angaben von Koch habe der Großteil der Mitarbeiter, die Thyssenkrupp bisher verlassen haben, dies auf freiwilliger Basis getan. Die Beschäftigten erhielten Abfindungsangebote.

Kurzarbeit wegen Corona-Krise

Aktuell würden Gespräche mit älteren Mitarbeitern geführt. Laut dem Betriebsratsvorsitzenden ist das Ziel, betriebsbedingte Kündigungen so zu vermeiden. Auch die Corona-Krise habe Auswirkungen auf das Werk in Lockweiler. Da zahlreiche Kunden ihre Produktion eingestellt hätten, seien zurzeit einige Mitarbeiter in Kurzarbeit. 

Nach den Stellenstreichungen beschäftigt Thyssenkrupp in Lockweiler noch rund 1.000 Mitarbeiter. Im Werk werden Karosseriewerkzeuge und Fertigungsanlagen für Autohersteller und Zulieferer produziert.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 03.04.2020.

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