Missbrauch (Foto: Patrick Pleul/dpa)

Missbrauchsbeauftragter fürs Saarland gefordert

Lisa Krauser / Onlinefassung: Thomas Braun   18.11.2019 | 08:00 Uhr

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, fordert, dass das Saarland einen Landesmissbrauchsbeauftragten einsetzt. Mit Verweis auf die existierenden Angebote hält das Saarland dies bislang aber nicht für nötig.

Rörig fordert größere Anstrengungen im Kampf gegen sexuellen Missbrauch
Audio [SR 2, Holger Büchner, 18.11.2019, Länge: 02:49 Min.]
Rörig fordert größere Anstrengungen im Kampf gegen sexuellen Missbrauch

Bundesweite Fälle, wie in Lüdge oder Staufen hätten gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Behörden oft nicht funktioniere, sagte Rörig im SR-Interview. Es wäre deshalb wichtig, dass alle Bundesländer einen eigenen Missbrauchsbeauftragten einsetzen, der die Zusammenarbeit koordiniert.

Das Saarland sieht bislang keine Notwendigkeit dafür. Nach Angaben des Sozialministeriums sind die Schutzangebote für Opfer sexuellen Missbrauchs ausreichend. Demnach bieten Jugendämter, Opferverbände und Polizei Schutz, Hilfe und Beratung. Die Angebote seien seit 2000 besser miteinander verzahnt worden und ermöglichten eine breite Versorgung.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Der Morgen" vom 16.11.2019 im SR 2 Kulturradio berichtet.

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