Symbolbild Mindestlohn: Eine Person hält 12 Euro in der Hand (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Fernando Gutierrez-Juarez)

Fast 78.800 Saarländer profitieren von höherem Mindestlohn

  27.09.2022 | 15:29 Uhr

Zum 1. Oktober steigt der Mindestlohn auf zwölf Euro brutto pro Stunde. Im Saarland betrifft die Erhöhung fast 78.800 Menschen. Der DGB fordert in diesem Zusammenhang mehr Kontrollen.

Anfang Juni hatte der Bundesrat grünes Licht für die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland gegeben. Ab dem 1. Oktober erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nun mindestens zwölf Euro brutto pro Stunde.

Von dieser Erhöhung werden im Saarland laut einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung fast 78.800 Menschen und damit mehr als jeder sechste Beschäftigte profitieren. So viele Menschen verdienten zurzeit weniger als zwölf Euro pro Stunde, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB mitteilte. Die neue Lohnuntergrenze helfe vor allem Frauen und geringfügig Beschäftigten.

DGB fordert mehr Kontrollen

Besonders betroffen sind nach DGB-Angaben das Gastgewerbe, Lieferdienste sowie der Einzelhandel. Quer durch alle Branchen erhielten jedoch nach wie vor viele den gesetzlichen Mindestlohn nicht.

Der DGB fordert deshalb mehr Kontrollen. „Die Bundesregierung muss die zuständige Behörde Finanzkontrolle Schwarzarbeit personell deutlich stärken“, so der stellvertretende DGB-Vorsitzende Rheinland-Pfalz/Saarland, Timo Ahr. Mindestlohnbetrügereien seien keine Kavaliersdelikte, sondern müssten geahndet werden. Das gehe nicht ohne effektive Kontrollen und Sanktionen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.09.2022 berichtet.

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