Karlsberg Homburg (Foto: Im,ago/BeckerBredel)

Karlsberg-Tochter offenbar um Millionen Euro betrogen

Thomas Gerber   28.09.2021 | 12:13 Uhr

Wegen mutmaßlicher Betrügereien bei der Karlsberg-Tochter Niehoffs Vaihinger hat es am Dienstag eine großangelegte Razzia der Staatsanwaltschaft gegeben. Es geht um einen Schaden in Millionenhöhe.

Rund 100 Ermittler, Steuerfahnder und Staatsanwälte haben am Dienstag die Geschäftsräume des Fruchtsaftherstellers Niehoffs Vaihinger in Lauterecken, sowie drei Transportunternehmen in Nordrhein-Westfalen und Hessen und die Karlsbergzentrale in Homburg durchsucht.

Die Staatsanwaltschaft geht von insgesamt fünf Beschuldigten aus: den drei Transportunternehmern sowie einem ehemaligen und einem aktuellen Mitarbeiter von Niehoffs Vaihinger. Sie sollen über Jahre gemeinsame Sache gemacht haben.

Karlsberg-Tochter offenbar um Millionen Euro betrogen
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 28.09.2021, Länge: 01:01 Min.]
Karlsberg-Tochter offenbar um Millionen Euro betrogen

Transportrechnungen frisiert

Rechnungen über angeblich durchgeführte Transporte von Vaihinger Produkten, zu denen auch die Fruchtsäfte der Marke Merziger gehören, sollen frisiert und dann von den beschuldigten Mitarbeitern offenbar durchgewunken worden sein. Dabei seien entweder überhöhte Mengen abgerechnet worden - teilweise habe es die Transporte aber auch gar nicht gegeben, so die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern.

Langwierige Ermittlungen

Wie die Gewinne unter den Beteiligten aufgeteilt wurden, ist derzeit noch unklar. Ebenso unklar ist, warum der Millionen-Betrug jahrelang gut ging und erst jetzt aufgefallen ist. Die Staatsanwaltschaft spricht von langwierigen Ermittlungen der Abteilung für Wirtschaftskriminalität.

Die Karlsbergzentrale in Homburg hüllt sich in Schweigen, verweist auf die Ermittlungsbehörden. Deren Aufklärungsarbeit werde man vollumfänglich unterstützen.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 28.09.2021.

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