Schweißarbeit eines Auszubildenden (Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa)

Metall-Tarifverhandlung weiter ohne Ergebnis

Yvonne Schleinhege   18.02.2021 | 17:59 Uhr

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie auch im Saarland sind ohne Ergebnis geblieben. Während die Arbeitgeber nun ein Angebot vorlegt haben, kündigt die Gewerkschaft IG Metall Streiks an.

Für die Arbeitgebervertreter ist klar: In der jetzigen wirtschaftlichen Situation gibt es nichts zu verteilen. An dieser Prämisse orientiert sich auch ihr Angebot. Für dieses Jahr sieht es eine Nullrunde vor, für das kommende Jahr dann einen Mix aus Einmalzahlung und Tariferhöhung.

IG Metall: Angebot unverhältnismäßig

Geknüpft wird das Angebot der Arbeitgeber zudem an eine Vereinbarung über eine automatische Differenzierung: Unternehmen sollen in Krisensituationen vom Flächentarif abweichen dürfen, ohne dass wie bisher die IG Metall erst zustimmen muss. Das lehnt die Gewerkschaft strikt ab und weist das Angebot als vollkommen unverhältnismäßig zurück.

Die IG Metall fordert unter anderem vier Prozent mehr Geld. Ein Teil der Entgelterhöhung soll genutzt werden können, um Beschäftigung in den Unternehmen zu sichern. Zum Monatsende endet die Friedenspflicht, ab dann sind Warnstreiks möglich. Die IG Metall kündigte erste Aktionen für den 1. März an.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 18.02.2021 berichtet.

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