Arbeiter mit Schweißgerät (Foto: picture alliance / Daniel Reinhardt/dpa)

Metall- und Elektroindustrie leidet

Karin Mayer    15.05.2020 | 15:52 Uhr

Die Metall und Elektroindustrie im Saarland ist stärker von der Corona-Krise betroffen als die Unternehmen im Bund. Das geht aus einer Umfrage des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall hervor.

Neun von zehn Unternehmen in der saarländischen Metall- und Elektroindustrie mussten infolge der Corona-Krise die Produktion einschränken und erwarten einen Umsatzrückgang. Die Produktionsanlagen sind derzeit zu gut 60 Prozent ausgelastet.

Kündigungen sind die Ausnahme

Im Bund ist die Auslastung im Moment bei 65 Prozent, geringer als nach der Finanzmarktkrise. Vielen Unternehmen fehlt die Nachfrage. Fehlende Ersatzteile, Krankheit und Kita-Schließungen sind weitere Gründe für den Rückgang der Produktion.

Auch in Zeiten von Corona hält die Industrie an den Beschäftigten fest. Nur vier Prozent der Unternehmen mussten Kündigungen aussprechen, etwa die Hälfte schließt Entlassungen derzeit aus. 

Bund steht besser da

62 Prozent der Unternehmen und fast 73 Prozent der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie im Saarland nutzen Kurzarbeit. Im Bundesschnitt sind es derzeit 60 Prozent.

 An der Umfrage des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall haben 50 Unternehmen mit knapp 32.000 Beschäftigten teilgenommen. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 15.05.2020 berichtet.

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