Danke vom Anhang: Angela Merkel auf dem CDU-Bundesparteitag in Hamburg (Foto: dpa / picture alliance / Christian Charisius)

Merkel kritisiert indirekt Schäuble

Uli Hauck   07.12.2018 | 13:20 Uhr

Für ihre Verhältnisse ist die letzte Parteitagsrede von Angela Merkel kurz und ungewöhnlich prägnant gewesen. In gut einer halben Stunde blickte die scheidende CDU-Vorsitzende zurück und kritisierte dabei zumindest indirekt auch Wolfgang Schäuble.

Der Bundestagspräsident hatte unter der Woche für Friedrich Merz Partei ergriffen hat. Die CDU-Spendenaffäre, über die auch Schäuble stolperte, nannte Merkel in ihrer Abschlussrede eine „Schicksalsstunde“. Die Kanzlerin machte in ihrer Rede auch ihre Positionierung im Rennen um ihre Nachfolge klar, ohne aber direkt für Annegret Kramp-Karrenbauer zu werben. Stattdessen lobte sie nur Kramp-Karrenbauers 40-Prozent-Ergebnis bei der letzten Landtagswahl im Saarland gleich mehrmals.

Als Seitenhieb auf Friedrich Merz konnte man den Satz „Konservativ komme nicht von Konserve“ deuten. Die CDU 2018 müsse den Anspruch haben sich in Richtung Zukunft und nicht in die Vergangenheit zu orientieren.  Merkel machte zudem mehrmals klar, dass die CDU eine Partei der Mitte bleiben soll. Einen Rechtskurs lehnte sie ab.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 07.12.2018 berichtet.

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