Besuch vom Zoll auf der Baustelle (Foto: IGBAU)

IG BAU: "Viel kriminelle Energie am Werk"

  21.11.2019 | 14:11 Uhr

Die Gewerkschaft IG Bau fordert, die Baubranche im Regionalverband Saarbrückern stärker unter die Lupe zu nehmen. Derzeit gerate nur ein kleiner Teil der Unternehmen ins Visier der Beamten. Dabei sei bei einigen Firmen viel kriminelle Energie am Werk.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres habe der Saarbrücker Zoll 137 der insgesamt 248 Baufirmen im Regionalverband kontrolliert, teilte die Gewerkschaft IG Bau mit. Wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Arbeitsmarktpolitikerin Beate Müller-Gemmeke (Grüne) hervorging, sei dabei ein Schaden von rund 3,6 Millionen Euro wegen nicht gezahlter Steuern und Sozialabgaben aufgedeckt worden.

"Kriminelle Energie am Werk"

„Das Ausmaß des Steuer- und Sozialbetrugs zeigt, wieviel kriminelle Energie bei einigen Firmen am Werk ist“, betonte Steilen. Leidtragende seien nicht nur geprellte Bauarbeiter und der Staat, sondern auch sauber wirtschaftende Unternehmen. Denn wer die Vorschriften umgehe, könne Bauvorhaben weitaus billiger anbieten als die Konkurrenz.

Daher fordert die Gewerkschaft mehr Kontrollen im Regionalverband Saarbrücken. Obwohl der Zoll bereits jetzt einen Schwerpunkt auf die Baubranche lege, gerate nur ein kleiner Teil der insgesamt 248 Firmen ins Visier der Beamten, so Steilen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 21. November 2019 berichtet.

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