Wartende Schüler an einer Bushaltestelle (Foto: imago / Becker & Bredel)

Zahl der SaarVV-Abos nach Tarifreform deutlich gestiegen

  20.07.2022 | 16:35 Uhr

Nach der Tarifreform im saarländischen ÖPNV haben wieder deutlich mehr Menschen ein Abonnement beim Saarländischen Verkehrsbund abgeschlossen. Im ersten Halbjahr nach der Reform stieg die Zahl der Abos um knapp zehn Prozent. Das durch Corona verursachte Minus konnte damit aber nicht ganz wettgemacht werden.

Anfang Juli 2021 ist im Saarland eine umfassende Tarifreform im öffentlichen Personennahverkehr in Kraft getreten. Insbesondere die Zahl der Abonnementkunden sollte mithilfe günstigerer Preise wieder steigen. Im ersten halben Jahr nach Einführung der neuen Tarife hat das auch geklappt, wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag hervorgeht.

Demnach hatten am 30. Juni 2021, dem Tag unmittelbar vor Inkrafttreten der neuen Tarife, noch 56.737 Menschen ein SaarVV-Abo. Ein halbes Jahr später, am 31. Dezember 2021, waren es 62.274, also 5537 oder rund zehn Prozent mehr.

Einbruch durch Corona

Besonders bei den Schüler-Abos seien die Zahlen deutlich nach oben gegangen, teilte die Landesregierung mit. Dort habe man beinahe wieder das Niveau von vor Corona erreicht.

Durch die Corona-Pandemie waren die Abonnement-Zahlen um 14 Prozent eingebrochen. Ende 2019 hatten noch 66.176 ein SaarVV-Abo.

Eine abschließende Bilanz der Tarifreform sei nach einem Jahr kaum möglich, sagte ein Sprecher des SaarVV. Denn die unsichere Corona-Situation und die Einführung des 9-Euro-Tickets wirkten sich auch auf die Zahl der Abo-Abschlüsse aus.

2422 Mal gabs Geschwisterrabatt

Eine Neuerung, die die Reform mit sich brachte, war der Geschwisterrabatt. Mit dem sollten kinderreiche Familien entlastet werden. Insgesamt 2422 Anträge auf diesen Rabatt sind nach Angaben der Landesregierung für 2021 positiv beschieden worden.

Der SaarVV geht davon aus, dass insgesamt 5905 Schülerinnen und Schüler mit Schüler-Abos Anspruch darauf hätten. Die Antragstellung für 2021 war rückwirkend bis Ende März 2022 möglich.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.07.2022 berichtet.

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