Schulunterricht unter besonderen Schutzmaßnahmen (Foto: picture alliance/Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa)

Mehr Lehrer: Pläne des Ministeriums kommen gut an

  22.05.2020 | 12:02 Uhr

Die Gewerkschaft GEW und der saarländische Lehrerverband haben die Pläne des Bildungsministeriums begrüßt, 300 zusätzliche Lehrerstellen schaffen zu wollen. Die Corona-Pandemie habe die ohnehin schon angespannte Personalsituation weiter verschärft.

Angesichts der neuen Situation an den Schulen müsse die Landesregierung ihrer Verantwortung gerecht werden und für eine den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen angemessene Personalausstattung der Schule sorgen, teilte die GEW mit. "Durch die zusätzlichen Lehrerstellen wäre es möglich den Klassenteiler auf 20 Schüler zu senken. Zahlreiche Studien belegen, dass in kleineren Klassen mit ca. 20 Schülern positive Effekte zu verzeichnen sind", sagte die GEW-Vorsitzende Birgit Jenni.

Verschärfte Personalsituation durch Corona

Der saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) betonte, die Corona-Pandemie habe die ohnehin schon angespannte Personalsituation weiter verschärft. Viele Lehrkräfte könnten derzeit nicht im Präsenzunterricht vor Ort sein, da sie oder ihre Angehörigen selbst zur Risikogruppe zählten.

Die SLLV-Vorsitzende Lisa Brausch hält eine Verkleinerung der Eingangsklassen für einen guten ersten Schritt. Die Kinder bräuchten nach "dieser langen Zeit des Lernens zu Hause" zusätzliche Förderung, "sowohl im Bereich des Lernens als auch auf sozial-emotionaler Ebene".

300 neue Lehrer gefordert

Das Bildungsministerium hatte am Donnerstag in der Saarbrücker Zeitung angekündigt, 300 zusätzliche Lehrerstellen schaffen zu wollen. Nach den Schulschließungen in der Corona-Krise sehe man einen "deutlichen zusätzlichen Lehrerbedarf", wird eine Sprecherin zitiert. Die Kosten dafür bezifferte das Bildungsministerium auf 15 Millionen Euro. Derzeit stehe man in Verhandlungen mit dem Finanzministerium.

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