Ein Stahlarbeiter bearbeitet eine Stahlpfanne. (Foto: picture alliance / Julian Stratenschulte/dpa)

Mehr Geld für Stahlkocher im Saarland

Karin Mayer   29.03.2019 | 06:44 Uhr

Die Beschäftigten in der saarländischen Stahlindustrie bekommen mehr Geld. Gewerkschaft und Arbeitgeber haben sich in der vergangenen Nacht bereits nach kurzer Verhandlungszeit in Saarlouis geeinigt.

Die rund 14.000 Beschäftigten der Stahlindustrie im Saarland, Baden-Württemberg und Hessen bekommen mehr Geld. Ab dem 1. Juni steigen die Löhne um 3,7 Prozent. Für die Monate April und Mai erhalten die Stahlkocher 100 Euro Einmalzahlung. Ab 2020 gibt es zudem ein tarifdynamisches Zusatzgeld von 1000 Euro. Es kann in bis zu fünf arbeitsfreie Tage umgewandelt werden. Die Ausbildungsvergütungen steigen zudem überproportional. 

Mehr Freiräume für die Beschäftigten

Der Verhandlungsführer der IG Metall Jörg Köhlinger sagte, das bedeute mehr Arbeitszeitsouveränität für die Beschäftigten. Mehr Entlastung und mehr Freiräume seien in der modernen Arbeitswelt von großer Bedeutung. Der Präsident des Saarhüttenverbandes Albert Hettrich verwies dagegen auf die schwierige Situation in der Stahlindustrie. Der Arbeitgeberverband sehe die Gefahr, dass der Tarifabschluss angesichts der großen Herausforderungen zu einer ernstzunehmenden Belastung werde.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende Mai 2021. Die IG Metall und der Saarhüttenverband haben damit im wesentlichen den Stahltarifabschluss aus Nordrhein-Westfalen übernommen. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 29.03.2019 berichtet.

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