Busfahrer (Foto: dpa)

Mehr Geld für Beschäftigte im privaten Omnibusgewerbe

Karin Mayer   20.12.2021 | 17:36 Uhr

Die Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe des Saarlandes bekommen mehr Geld. Das haben der Landesverband Verkehrsgewerbe und die Gewerkschaft öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) mitgeteilt.

Die Tariflöhne der Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe steigen drei Jahre lang im Januar um je zwei Prozent, teilten der Landesverband Verkehrsgewerbe und die Gewerkschaft öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) mit. Außerdem wird je nach Betriebszugehörigkeit eine Anwesenheitsprämie von maximal 800 Euro sowie eine Corona-Prämie von 500 Euro gezahlt.

Höhere Kosten für die Unternehmen

Hartwig Schmidt vom Landesverband Verkehrsgewerbe sagte dem SR, die Lohnerhöhung bedeute höhere Kosten für die Busunternehmen. Das Geld müsse durch Fahrpreiserhöhungen oder über Zuschüsse der öffentlichen Hand ausgeglichen werden. Der Landesverband Verkehrsgewerbe kündigt an, dass im kommenden Jahr Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi für das private Busgewerbe anstehen.

Thomas Müller vom Verdi-Bezirk Region Saar Trier sagte, Verdi werde sich nicht mit zwei Prozent Lohnerhöhung pro Jahr zufrieden geben. Die Verhandlungen sind im Januar geplant.

Öffentliche Ausschreibungen

Durch das Fairer-Lohn-Gesetz im Saarland muss im kommenden Jahr ohnehin entschieden werden, welcher Tarifvertrag im Omnibusgewerbe bei öffentlichen Ausschreibungen gilt.

Die GÖD ist eine Fachgewerkschaft im Christlichen Gewerkschaftsbund. Die DGB-Gewerkschaften haben in der Vergangenheit die Tariffähigkeit der Christilichen Gewerkschaften immer wieder angezweifelt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.12.2021 berichtet.

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