Symbolbild: Pizzaproduktion (Foto: Imago/Westend61)

Mehr Geld für Mitarbeiter der Nährmittelindustrie

  22.06.2021 | 11:27 Uhr

Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen in der Nährmittelindustrie im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Hessen steigen um fünf Prozent in zwei Stufen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) spricht nach schwierigen Verhandlungen von einem guten Ergebnis.

Rund 7000 Beschäftigte in der Nährmittelindustrie im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Hessen profitieren von dem neuen Lohn- und Gehaltstarifvertrag, der laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Montagabend beschlossen wurde.

Rückwirkend zum 1. Mai 2021 sollen die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 2,5 Prozent steigen. Eine weitere Steigerung konnte laut NGG für den 1. April 2022 ebenfalls um 2,5 Prozent vereinbart werden. Der Lohn- und Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

Für Néstle Wagner in Nonnweiler gilt laut NGG eine um vier Monate versetzte Laufzeit des Tarifvertrags. Dort steigen die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen daher erst zum 1. September 2021.

Corona-Prämie im Juli

Uwe Hildebrandt, NGG-Landesbezirksvorsitzender, spricht von einem "guten Ergebnis" nach "schwierigen Verhandlungen". Mit Warnstreiks zwischen den Verhandlungsterminen und zahlreichen Aktionen hätten die Beschäftigten der Nährmittelbetriebe ein deutliches Zeichen gesetzt, so Hildebrandt.

Die Beschäftigten der Nährmittelindustrie hätten in den vergangenen Monaten coronabedingt unter deutlich erschwerten Arbeitsbedingungen gearbeitet, aber trotzdem jederzeit dafür gesorgt, dass die Regale im Handel voll gewesen seien, so die NGG. Daher soll zusätzlich im Juli eine Corona-Prämie in Höhe von 210 Euro gezahlt werden. Auszubildende bekommen 105 Euro.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.06.2021 berichtet.

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