Ein Fahrradfahrer auf einem Radweg (Foto: dpa)

Saarland will mehr in Fahrradverkehr investieren

Karin Mayer   07.11.2018 | 16:38 Uhr

Die Landesregierung will den Radverkehr im Saarland stärker fördern. Das geht aus der Radstrategie hervor, die Verkehrsministerin Rehlinger am Vormittag vorgestellt hat.

Video [aktueller bericht, 07.11.2018, Länge: 3:17 Min.]
Ausbau neuer Radwege im Saarland

Radwege ausbauen, aber auch die Bürgerinnen und Bürger zum Radfahren motivieren - das sind zentrale Ziele der Rad-Strategie des Landes. Laut Haushaltsentwurf soll dafür in den kommenden Jahren auch deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen. 2019 will Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) 100.000 Euro zusätzlich für die neue Rad-Strategie ausgeben.

2020 soll es sogar eine Million Euro sein. Diese Ausgaben sollen dann in der mittelfristigen Finanzplanung verstetigt werden. Thomas Fläschner vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) sagte dem SR, das Saarland sei nach wie vor Schlusslicht beim Radverkehr. Um mehr Menschen zum Radfahren zu motivieren, sei auch mehr Verkehrssicherheit für Fahrrad-Fahrer nötig. Die Rad-Strategie sei ein guter Ansatz. Die Saarbrücker SPD begrüßte die Entscheidung. Man brauche dringend Verbesserungen beim Alltagsradverkehr, sagte der Stadtverordnete Patrick Kratz.

Tressel: "Verlorene Jahre für den Radverkehr"

Richtig Geld fürs Radfahren
Audio [SR 3, (c) Karin Mayer, 07.11.2018, Länge: 03:04 Min.]
Richtig Geld fürs Radfahren

Grünen-Landeschef Markus Tressel erinnerte an den bereits vorhandenen Radverkehrsplan. Darin sei beispielsweise vorgesehen, „die Radwege bis 2020 um 500 Kilometer auszubauen. Realisiert wurden davon bisher allerdings noch keine 20 Kilometer.“ Stattdessen habe die Große Koalition die Liste der Rad- und Gehwegprojekte sogar ganz aus dem Haushalt genommen. „Die letzten sieben Jahre waren verlorene Jahre für den Radverkehr im Saarland.“

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 07.11.2018 berichtet.

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